Corona: Fragen und Antworten zu Einreise und Aufenthalt Schweiz, den Ausnahmen und Visa-Stopp

Da unsere Helpline per Mail und Telefon stark überlastet ist, bitten wir Sie, zuerst sorgfältig die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Einreisebeschränkungen und zu den geltenden Ausnahmen durchzulesen.

Sollten Ihre Fragen in der folgenden Zusammenstellung nicht beantwortet werden, können Sie uns per Mail kontaktieren. Bitte beachten Sie, dass wir über 1000 Anfragen pro Tag verzeichnen und diese in der Regel erst nach einigen Tagen beantworten können. Wir priorisieren dabei Anfragen, die dringlich sind.

Als Schweizer Migrationsbehörde geben wir Ihnen nur zur Einreise in die Schweiz Auskunft. Die Einreise in andere Staaten liegt im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Behörde.


Allgemeine Fragen

Der Bundesrat verfolgt mit dieser Massnahme folgende Ziele:

  • Die Verordnung regelt die wegen des Coronavirus eingeführten Massnahmen an den Binnen- und Luftgrenzen der Schweiz. Sie sollen die weitere Ausbreitung der Pandemie bremsen. Die Sicherheit der Bevölkerung steht an erster Stelle.
  • Per 11. Mai 2020 beschloss der Bundesrat erste Lockerungen an der Schweizer Grenze.
    Siehe Medienmitteilung vom 29. April 2020
  • Eine weitere Lockerung mit Deutschland und Österreich erlaubt seit dem 15./16. Mai 2020, unverheirateten Partnern, Zweitwohnungsbesitzern, Schrebergartenbetreibern etc. den Besuch über die gemeinsamen Grenzen hinweg.
  • Per 8. Juni 2020 folgen zusätzliche Lockerungen, die vor allem Erleichterungen für die Wirtschaft bringe und die Rekrutierung auf dem Arbeitsmarkt vereinfache. So sollen alle Gesuche von Erwerbstätigen aus dem EU/EFTA-Raum wieder bearbeitet werden. Zudem können Schweizer Unternehmen wieder hochqualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten anstellen, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt oder sie diese dringend benötigen. Der Familiennachzug ist wieder für alle Personen mit einer Niederlassungs-, Aufenthalts- und Kurzaufenthaltsbewilligung unter den üblichen Bedingungen und Verfahren möglich.
  • Am 15. Juni soll die volle Reisefreiheit und Personenfreizügigkeit mit Deutschland, Österreich und Frankreich wiedereingeführt werden.
  • Ziel des Bundesrates ist es, bis am 6. Juli die vollständige Reisefreiheit und Personenfreizügigkeit im Schengenraum wieder herzustellen.
  • Über weitere Lockerungen der Einreisebeschränkungen gegenüber Drittstaaten wird der Bundesrat zu einem späteren Zeitpunkt und in Abstimmung mit den Schengen-Staaten entscheiden.
  • Bis dahin bleiben Einreisen, die ausschliesslich touristischen Zwecken dienen, untersagt.

Sämtlichen Ausländerinnen und Ausländern, die über keine gültige Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung in der Schweiz verfügen, wird die Einreise verweigert.

Vom Einreiseverbot betroffen sind insbesondere:

  • Personen, die in der Schweiz eine Dienstleistung empfangen wollen;
  • Touristen, Besucher und Teilnehmende an Veranstaltungen;
  • Personen, die zu einer medizinischen Behandlung einreisen wollen, die noch nicht begonnen wurde oder nicht als notwendig angesehen wird;
  • Personen, die auf Stellensuche sind oder zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen sind;
  • Personen, die ein Gesuch für eine Aufenthaltsbewilligung einreichen wollen.

Momentan sind alle Staaten ausser Liechtenstein von den Massnahmen betroffen.

Die Schweizer Behörden verordnen keine Quarantänemassnahmen nach der Einreise. Bitte beachten Sie dazu die Verhaltensregeln des BAG:
Empfehlungen für Reisende

Der Bundesrat lockert die Corona-bedingten Einreise- und Zulassungsbeschränkungen schrittweise. Ausschlaggebend ist dabei die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie. Dazu kommt die Entwicklung in den Nachbarstaaten. Es ist daher zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich, ein genaues Datum für die Aufhebung der einzelnen Massnahmen zu nennen. Erste Lockerungen erfolgten am 11. Mai 2020. Zusätzliche Lockerungen zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich wurden per 16. Mai 2020 vereinbart. Eine weitere Lockerung folgt am 8. Juni 2020. Ziel ist es, am 15. Juni die Reisefreiheit mit Deutschland, Österreich und Frankreich vollständig herzustellen.

Siehe Medienmitteilungen: 
vom 29. April 2020 
vom 13. Mai 2020 
vom 15. Mai 2020 
vom 27. Mai 2020


Grenzschliessung und Ausnahmen

Die für die Grenzkontrolle zuständige Behörde verweigert die Einreise allen Personen, sofern sie nicht eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie verfügen über das Schweizer Bürgerrecht.
  • Sie verfügen über ein Reisedokument, beispielsweise Pass oder Identitätskarte, und:
    • - einen Aufenthaltstitel, namentlich eine schweizerische Aufenthaltsbewilligung (Ausweis L / B / C / Ci);
    • - eine Grenzgängerbewilligung (Ausweis G; nur zu beruflichen Zwecken);
    • - eine Legitimationskarte des EDA;
    • - ein von der Schweiz ausgestelltes Visum D;
    • - ein von der Schweiz ausgestelltes Visum C, das nach dem 16. März 2020 aufgrund eines entsprechenden Ausnahmegrundes ausgestellt wurde;
    • - ein von der Schweiz ausgestelltes Visum C zur kurzfristigen Erwerbstätigkeit;
    • - eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung durch eine kantonale Migrationsbehöre (ein Arbeitsvertrag reicht nicht für die Einreise; Inhaber einer Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung können frühestens drei Tage vor dem Gültigkeitsdatum der Zusicherung in die Schweiz einreisen).
  • Sie verfügen über einen von der Schweiz ausgestellten Reiseausweis für Flüchtlinge sowie eine gültige Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder einen gültigen F-Ausweis.Sie sind EU/EFTA-Staatsbürger/in und besitzen eine Meldebestätigung für Erwerbstätigkeit/Dienstleistungen von bis zu maximal 90 Tagen pro Jahr. Inhaber/innen einer Meldebestätigung können mit dieser frühestens einen Tag vor dem Beginn des Arbeitseinsatzes in die Schweiz einreisen.
  • Sie führen einen gewerblichen Warentransport aus und besitzen einen Warenlieferschein.
  • Sie reisen lediglich zur Durchreise in die Schweiz ein mit der Absicht und der Möglichkeit, direkt in ein anderes Land weiter zu reisen.
  • Sie befinden sich in einer Situation der äussersten Notwendigkeit. Die Beurteilung der Notwendigkeit liegt im Ermessen der zuständigen Grenzbehörde.
  • Sie sind als Spezialistinnen und Spezialisten in Zusammenhang mit dem Gesundheitsbereich von grosser Bedeutung. Eine Meldebestätigung oder eine Zusicherung zur Aufenthaltsbewilligung oder eine Einreiseermächtigung inkl. Visum ist weiterhin erforderlich.

Die betreffenden Personen müssen glaubhaft machen, dass sie eine der obgenannten Bedingungen erfüllen. Geeignete Nachweise sind beim Grenzübertritt vorzulegen.

Wir weisen Sie darauf hin, dass die Fluggesellschaften selbst entscheiden, unter welchen Bedingungen sie Passagiere transportieren. Bitte klären Sie bei der jeweiligen Fluggesellschaft die Beförderungsbedingungen ab.

Nein, die Einfuhr von Waren über einen Grenzübergang aus einem Nachbarland ist verboten, wenn diese Reise ausschliesslich dem Einkaufstourismus dient. Dies gilt auch dann, wenn die obengenannten Voraussetzungen zur Einreise erfüllt sind.

Medienmitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV vom 16. April 2020

Bei Situationen äusserster Notwendigkeit ist es möglich, trotz des Einreisestopps in die Schweiz einzureisen. Die Grenzkontrollbehörde entscheidet vor Ort über das Vorliegen einer solchen Situation. Sie gewährt die Einreise insbesondere in folgenden Fällen:

  • Besuch wegen eines Todesfalls oder einer im Sterben liegenden Person eines in der Schweiz lebenden engen Familienmitglieds, insbesondere Ehegatten, Lebenspartner/in, Eltern, Geschwister, Kind, Enkelkind oder Schwäger/in.). Die Einreise ist zusammen mit der Kernfamilie der/des Besuchenden möglich, dazu zählen: Ehegatten, eingetragene Lebenspartner/in und minderjährige Kinder;
  • Fortsetzung einer in der Schweiz oder im Ausland begonnenen notwendigen medizinischen Behandlung;
  • Ehepartner/in und minderjährige Kinder ausländischer Staatsangehörigkeit eines/r Schweizer Staatsangehörigen, die wegen der aktuellen Situation von ihrem bisherigen Wohnsitz im Ausland zusammen mit dem Schweizer Staatsangehörigen in die Schweiz zurückkehren möchten, beispielsweise zur Evakuation;
  • dringende offizielle Besuche im Rahmen internationaler Verpflichtungen der Schweiz;
  • Einreise von Besatzungsmitgliedern öffentlicher Transportmittel wie Eisenbahnen, Bussen, Trams, Linien- und Charterflügen sowie von Besatzungsmitgliedern von Fracht-, Arbeits- und Ambulanzflügen, Flügen zu Unterhaltszwecken und Privatflügen (Business- und General Aviation) zur Beförderung von einreiseberechtigten Personen sowie Chauffeuren von privaten Schulbussen;
  • Betreuung von erkrankten, betagten oder minderjährigen Familienangehörigen, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad;
  • Wahrnehmung des zivilrechtlich geregelten Besuchsrechts von Kindern und deren Begleitperson, dies umfasst auch die Einreise des Kindes in die Schweiz;
  • Besuch der Kernfamilie wie Ehegatten, eingetragene Lebenspartner/in und minderjährige Kinder mit Wohnsitz in der Schweiz. Ebenfalls möglich sind Besuche von Kernfamilienmitgliedern aus EU/EFTA-Staaten, welche sich nur zur vorübergehenden Erwerbstätigkeit in der Schweiz aufhalten, namentlich Saisonarbeiter, landwirtschaftliche Gehilfen.
  • Wahrnehmung gerichtlicher oder nicht aufschiebbarer geschäftlicher Termine, die eine persönliche Anwesenheit erfordern. Dazu zählen beispielsweise Vertragsverhandlungen und -unterzeichnungen, geschäftliche Besichtigungen oder andere, wichtige repräsentative Einsätze;
  • Einreise von Spezialistinnen und Spezialisten im Gesundheitsbereich und deren Familienangehörigen;
  • Einreise von Personen zwecks Ausführung von dringenden Service-Arbeiten an wichtiger Infrastruktur; z.B. Spezialistinnen und Spezialisten für die AKW-Wartung;
  • Begleitung von Personen bei der Ein- und Ausreise aus der Schweiz, deren Einreise gemäss Art, 3 COVID-19-Verordnung 2 erlaubt ist und die auf besondere Unterstützung angewiesen sind, beispielsweise Kinder, Betagte, Behinderte, Kranke;
  • EU/EFTA-Staatsbürger/innen, die einen vor dem 25. März 2020 abgeschlossenen Arbeitsvertrag und einen unterzeichneten und gültigen Mietvertrag in der Schweiz, spätestens gültig ab 1 April, vorweisen können;
  • Pflege oder Abholung und Lieferung von Tieren, die persönlich vorgenommen werden muss, weil die Tiere anderenfalls Schaden nehmen oder verenden;
  • Einreisen von Kindern und Jugendlichen zwecks Besuch der obligatorischen Schulen und Kindergärten in der Schweiz. Für den Besuch der obligatorischen Schulen und Kindergärten dürfen Begleitpersonen, das kann ein Elternteil oder ein/e Betreuer/in sein, ebenfalls in die Schweiz einreisen.

Ausnahmen dürfen weder im Widerspruch zur Pandemiebekämpfung noch zu den Anordnungen des BAG stehen.

Härtefälle und Fälle im öffentlichen Interesse sind glaubhaft zu machen. Hierfür können insbesondere folgende Belege der Grenzkontrollbehörde vorgelegt werden:

  • Wohnsitzbescheinigung
  • Arztzeugnis
  • Todesanzeige
  • Familienregisterauszüge oder andere Zivilstandsurkunden
  • gerichtliche Vorladung
  • Gerichtsurteile
  • Geschäftliche Unterlagen
  • Bestätigung oder Schülerausweis der obligatorischen Schule oder der Kindertagesstätte

Die Beurteilung, ob ein Härtefall vorliegt, liegt im Ermessen der Grenzkontrollbehörde. Ein Vorabentscheid durch das SEM ist nicht notwendig, sofern ein Sachverhalt klarerweise unter eine der obengenannten Härtefallkonstellationen fällt. Wir empfehlen Ihnen deshalb in diesen Fällen dringend, aufgrund der Wartezeiten nicht zuerst an die Helpline zu gelangen.

Bei der Anreise mit dem Flugzeug in die Schweiz ist Folgendes zu beachten: Sofern die Voraussetzungen eines Härtefalls erfüllt sind und dies mittels Belegen nachgewiesen werden kann, ist die Einreise in die Schweiz möglich. Hier gilt allerdings zu beachten, dass die Fluggesellschaften selbst entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen sie Passagiere befördern. Die Schweizer Behörden haben keinen Einfluss auf diesen Entscheid und organisieren für die betroffenen Personen auch keine Flüge in die Schweiz.

Einreisen zum alleinigen Zweck des Besuchs des Zweitwohnsitzes fallen nicht unter die aktuell geltenden Härtefallbestimmungen (siehe aber Rubrik «Lockerungen der Nachbarländer Schweiz / Deutschland / Österreich»); ebenso gewöhnliche Bankgeschäfte, die nicht die persönliche Anwesenheit des Bankkunden in der Schweiz voraussetzen.

Ein Einladungsschreiben der Firma in der Schweiz mit kurzer nachvollziehbarer Begründung, weshalb es sich um einen nicht aufschiebbaren, wichtigen geschäftlichen Termin handelt und weshalb die persönliche Anwesenheit der einreisenden Person erforderlich ist.


Lockerungen der Nachbarländer Schweiz / Deutschland / Österreich

Die Schweiz hat sich mit Deutschland und Österreich auf eine gemeinsame Absichtserklärung geeinigt. Diese sieht eine Lockerung im Grenzverkehr vor und ermöglicht nachfolgenden Personengruppen aus diesen Ländern aus wichtigen Gründen im familiären Kreis in die Schweiz einzureisen.

Dies gilt – unter Vorbehalt der ordentlichen Einreisevoraussetzungen – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit:

  • zum Besuch des/der unverheirateten Partners/Partnerin einer Partnerschaft / Lebensgemeinschaft, die bereits vor März 2020 bestanden hat;
  • zum Besuch von Verwandten wie Eltern, Grosseltern, volljährige Kinder, Enkel, Geschwister, Schwager, Schwägerin, Schwiegereltern, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen, ungeachtet ob direkt verwandt oder via (un-)verheiratetem Partner;
  • zur Teilnahme an wichtigen familiären Anlässen wie Hochzeit, Begräbnis oder religiöse Feiern, auch von Personen ausserhalb des Familienkreises.

Die Dauer des Besuchs ist auf 90 Tage beschränkt.

Der Einreisegrund muss mit einer Erklärung (Selbstdeklaration) glaubhaft gemacht werden. Diese muss ausgedruckt, ausgefüllt und unterschrieben bei der Grenzkontrolle vorgewiesen werden. Die Einreise ist nicht möglich, wenn die Selbstdeklaration elektronisch vorgewiesen wird, da die handschriftliche Unterschrift benötigt wird. Die Selbstdeklaration muss beim Grenzübertritt nicht abgegeben werden und es werden keine Daten gespeichert.  Die Formulare zur Selbstdeklaration der obengenannten Staaten (Schweiz, Deutschland, Österreich) sind gleichwertig. Die Einreise in die Schweiz ist mit jedem der drei Formulare möglich. Es ist pro Person und pro Einreise ein Formular auszufüllen. Minderjährige Kinder können auf dem Formular der Mutter oder des Vaters aufgeführt werden.

Selbstdeklaration Besuche

Nach einer Einreise haben sich die in die Schweiz einreisenden Personen an die vom BAG erlassenen gesundheitspolizeilichen Regelungen zu halten, dazu zählen insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes und Schutzmassnahmen beim Kontakt mit anderen Personen.

Werden in dieser Selbstdeklaration absichtlich falsche Angaben gegenüber den zuständigen Behörden gemacht, kann dies eine Anzeige an die Strafverfolgungsbehörden nach sich ziehen.

Die Schweiz hat sich mit Deutschland und Österreich auf eine gemeinsame Absichtserklärung geeinigt. Diese sieht Lockerungen im Grenzverkehr vor und ermöglicht – unter Vorbehalt der ordentlichen Einreisevoraussetzung – unabhängig von der Staatsangehörigkeit die Einreise aus den genannten Ländern zur Pflege, Unterhalt oder Nutzung von selbst genutzten Liegenschaften (insbesondere Zweitwohnungen und Schrebergärten), Landwirtschafts-, Jagd- und Forstflächen oder zur Versorgung von Tieren in die Schweiz einzureisen.

Der Einreisegrund muss mit einer Erklärung (Selbstdeklaration) glaubhaft gemacht werden. Diese muss ausgedruckt, ausgefüllt und unterschrieben bei der Grenzkontrolle vorgewiesen werden. Die Einreise ist nicht möglich, wenn die Selbstdeklaration elektronisch vorgewiesen wird, da die handschriftliche Unterschrift benötigt wird. Die Selbstdeklaration muss beim Grenzübertritt nicht abgegeben werden und es werden keine Daten gespeichert.  Die Formulare zur Selbstdeklaration der obengenannten Staaten (Schweiz, Deutschland, Österreich) sind gleichwertig. Die Einreise in die Schweiz ist mit jedem der drei Formulare möglich. Es ist pro Person und pro Einreise ein Formular auszufüllen. Minderjährige Kinder können auf dem Formular der Mutter oder des Vaters aufgeführt werden. Somit kann eine Person mit ihrem/ihrer Ehepartner/in und ihren minderjährigen Kindern in die Schweiz einreisen.

Selbstdeklaration Besitzer/innen

Nach einer Einreise in die Schweiz haben sich die in die Schweiz einreisenden Personen an die vom BAG erlassenen gesundheitspolizeilichen Regelungen zu halten, dazu zählen insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes und Schutzmassnahmen beim Kontakt mit anderen Personen. Werden in dieser Selbstdeklaration absichtlich falsche Angaben gegenüber den zuständigen Behörden gemacht, kann dies eine Anzeige an die Strafverfolgungsbehörden nach sich ziehen.

In diesem Fall ist der Grenzübertritt nicht möglich. Nur mit korrekt und wahrheitsgetreu ausgefüllter Deklaration kann die Einreise gestattet werden.


Regelung unverheiratete Paare (ohne Deutschland und Österreich)

Einreisen zwecks Besuchen bei Paar-, Liebesbeziehungen und Bekanntschaften von nicht verheirateten oder nicht registrierten Partnerschaften oder von Paaren ohne gemeinsame Kinder sind in der gegenwärtigen Phase nicht möglich, wenn zwischen der Schweiz und dem anderen Staat keine gemeinsame Absichtserklärung über eine Lockerung im Grenzverkehr geschlossen wurde.

Siehe dazu Kapitel «Lockerungen mit Nachbarstaaten».

Allerdings kann unverheirateten Paaren mit gemeinsamen minderjährigen Kindern die Einreise zu Besuchszwecken gewährt werden. Das Vorliegen dieser Konstellation muss an der Grenze mit entsprechenden Belegen, wie beispielsweise Familienregisterauszügen oder anderen Zivilstandsurkunden glaubhaft gemacht werden.

Die Einreise in die Schweiz zur Vorbereitung der Ehe ist zurzeit  nicht möglich. Gesuche zur Ausstellung einer dazu notwendigen Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Ehe werden zurzeit durch die kantonalen Migrationsämter nicht entgegengenommen.


Familiennachzug

Der Nachzug von Familienangehörigen meint deren dauerhafte Wohnsitznahme in der Schweiz und nicht Besuche oder Familienferien in der Schweiz.
 

Familiennachzug zu Schweizer/innen
Seit dem 11. Mai 2020 ist der Familiennachzug von ausländischen Ehegatten und minderjährigen Kindern von Schweizer Staatsangehörigen wieder möglich.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Migrationsbehörde des Wohnsitzkantons.

Weitere Informationen zum Familiennachzug finden Sie in den AIG Weisungen des SEM (Ziff. 6.2 ff):
AIG Weisungen des SEM

 
Familiennachzug zu EU/EFTA-Staatsangehörigen, die in der Schweiz wohnhaft sind

Seit dem 11. Mai 2020 ist der Familiennachzug von Familienangehörigen von EU/EFTA- Staatsangehörigen mit Schweizer Aufenthaltstitel (L, B und C) wieder möglich, und zwar unabhängig von der Nationalität der Familienangehörigen.

Beim Familiennachzug können EU/EFTA-Staatsangehörige ihre Kinder, ihre/ihren  Ehegattin/Ehegatten und deren/dessen Kinder bis zum 21. Lebensjahr oder älter in die Schweiz bringen, sofern sie/er ihnen Unterhalt gewährt. EU/EFTA-Staatsangehörige und ihre Ehegatten können auch Verwandte in aufsteigender Linie (Eltern, Grosseltern) nachziehen, sofern diesen der Unterhalt gewährt wird. Studierende aus EU/EFTA-Staaten können den Ehegatten und unterhaltsberechtigte Kinder in die Schweiz nachziehen.

Wer seine Familienangehörigen nachziehen will, muss über eine angemessene Wohnung verfügen. Selbständigerwerbende sowie Nicht-Erwerbstätige müssen zudem über die nötigen finanziellen Mittel für den Unterhalt ihrer Familienangehörigen verfügen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Migrationsbehörde des Wohnsitzkantons.

Mehr Informationen dazu finden Sie im Factsheet Familiennachzug EU/EFTA:
Factsheet Familiennachzug EU/EFTA.


Familiennachzug zu Drittstaatsangehörigen, die in der Schweiz wohnhaft sind
Grundsätzlich ist der Familiennachzug zu Drittstaatsangehörigen, die in der Schweiz wohnhaft sind, aktuell nicht möglich.

Ausländerinnen und Ausländer, die im Rahmen der Ausnahmebestimmungen der COVID-2-Verordnung zur Erwerbstätigkeit als Spezialisten in den Bereichen Gesundheit oder Landesversorgung in der Schweiz zugelassen werden, können ihre Ehegattinnen und -gatten sowie die Kinder bis zum 18. Lebensjahr nachziehen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Migrationsbehörde des Wohnsitzkantons.

Weitere Informationen zum Familiennachzug finden Sie in den AIG Weisungen des SEM (Ziff. 6.4 ff):
AIG Weisungen des SEM

Das Gesuch zum Familiennachzug muss bei der kantonalen Migrationsbehörde des Wohnsitzkantons des Gesuchstellers eingereicht werden. Die nachzuziehenden Familienmitglieder benötigen für die Einreise nebst ihrem Reisedokument eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung, auch wenn sie EU-/EFTA-Bürger/innen sind. Wenn sie Angehörige von Drittstaaten sind, wird zudem zur Einreise in der Regel ein Visum benötigt, dass bei der Schweizer Auslandsvertretung beantragt werden kann. Die Schweizer Auslandvertretung benötigt für die Ausstellung eines Visums die Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde (Migrationsamt).

Kantonale Migrationsämter


Einreise zur Arbeit für EU/EFTA-Staatsbürger/innen, Grenzgänger und Personenfreizügigkeit

Die Einreise in die Schweiz bleibt für Personen mit einem gültigen Aufenthaltstitel (Ausweis L, B, C) Grenzgängerbewilligung (Ausweis G) oder Meldebestätigung für die kurzfristige Erwerbstätigkeit von bis zu maximal 90 Tagen pro Jahr möglich.

Bei Grenzgänger/innen und Dienstleistungserbringer/innen muss bei der Einreise ein beruflicher Grund vorliegen. Generell sind die Grenzübertritte auf ein Minimum zu reduzieren und von nicht dringenden Reisen ist abzusehen. Für selbstständige Grenzgänger/innen mit einem Unternehmen in der Schweiz sollte die Einreise zwecks Buchhaltung oder Abholen der Post grundsätzlich gewährt werden, auch wenn der Betrieb an sich geschlossen ist. Dies gilt nur in Verbindung mit einer gültigen Grenzgängerbewilligung.

Zudem ist die Einreise für den bislang bewilligungsfreien Aufenthalt bis 90 Tage nicht mehr möglich. Entsprechend dürfen nur Personen mit einer Meldebestätigung oder einer Zusicherung der Berechtigung in die Schweiz einreisen. Ein Arbeitsvertrag oder eine Auftragsbestätigung reichen nicht aus, um die Schweizer Grenze zu überschreiten.

Die Kantone bearbeiten alle Gesuche um eine Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung von Erwerbstätigen aus einem EU- oder EFTA-Staat, die schon vor der Einführung der Einreisebeschränkungen am 25. März 2020 eingereicht wurden.

Die Zulassung zur Erwerbstätigkeit ist grundsätzlich nur möglich, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse im Sinne der COVID-19-Verordnung 2 vorliegt. Dabei handelt es sich insbesondere um Tätigkeiten, welche die Verfügbarkeit von lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheitswesen, Landwirtschaft (Fach- und Hilfskräfte), Informationstechnologie und Forschung sicherstellen. In diesen Fällen kann eine Zusicherung oder eine Aufenthaltsbewilligung ausgestellt werden, die das Überschreiten der Grenze erlaubt.

In folgenden Fällen bearbeitet die kantonale Behörde Gesuche um ein Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung von Erwerbstätigen aus einem EU/EFTA-Staat, auch wenn kein überwiegendes öffentliches Interesse besteht:

  • Das Gesuch um eine Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung wurde vor der Einführung der Einreisebeschränkungen, also vor dem 25. März 2020 eingereicht.
  • Vor dem 25. März 2020 wurde ein Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber in der Schweiz abgeschlossen.

Es obliegt den kantonalen Behörden, im Einzelfall zu entscheiden, ob ein überwiegendes öffentliches Interesse gegeben ist.

Inhaber einer Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung können frühestens drei Tage vor dem Gültigkeitsdatum der Zusicherung in die Schweiz einreisen.

Die kantonalen Migrationsbehörden sind zuständig für die Erstellung von Aufenthalts- und Grenzgängerbewilligungen. Kontaktangaben finden Sie unter: 
Kantonale Migrations- und Arbeitsmarktbehörden

Personen, deren Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung abgelaufen ist, können sich beim zuständigen kantonalen Migrationsamt melden. Aufgrund der aktuellen Situation ist mit längeren Bearbeitungsfristen zu rechnen. Eine abgelaufene Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung berechtigt nicht zur Einreise.

Das Meldeverfahren ist zu benutzen bei einer kurzfristigen Erwerbstätigkeit mit einer Dauer von höchstens drei Monaten oder 90 Tagen innerhalb eines Kalenderjahrs. Dies betrifft sowohl den Stellenantritt als auch die Dienstleistungserbringung.

Damit eine Meldebestätigung ausgestellt wird, muss ein überwiegendes öffentliches Interesse im Sinne der COVID-19-Verordnung 2 vorliegen. Dies ist der Fall, wenn die Tätigkeit die Verfügbarkeit von lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheitswesen, Landwirtschaft (Fach- und Hilfskräfte), Informationstechnologie und Forschung sicherstellt.

Bei folgenden Ausnahmen wird die Meldung auch bestätigt, wenn kein überwiegendes öffentliches Interesse vorliegt:

  • Die Meldung wurde vor dem 25. März 2020 übermittelt und sistiert.
  • Die Dienstleistungserbringung stützt sich auf einen schriftlichen Vertrag, der vor dem 25. März 2020 abgeschlossen wurde.
  • Vor dem 25. März 2020 wurde ein Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber in der Schweiz abgeschlossen.
  • Der Arbeitnehmer hat in der Vergangenheit bereits zweimal beim selben Arbeitgeber in der Schweiz gearbeitet.

Falls eine dieser Ausnahmen erfüllt wird, muss dies im Kommentarfeld im Meldeverfahren festgehalten werden. Die Belege müssen der kantonalen Behörde per E-Mail übermittelt werden.

Den Kantonen wird im Rundschreiben des SEM zudem empfohlen, auch Meldungen zu bestätigen, die im Sinne eines zwingenden wirtschaftlichen Interesses unaufschiebbar sind. Dies ist zum Beispiel der Fall bei einer Kundenakquisition, die für die Region oder das betreffende Unternehmen von grosser wirtschaftlicher Bedeutung ist (z. B. Angebotspräsentationen oder Verkaufsgespräche im Hinblick auf entsprechende Vertragsverhandlungen). Es obliegt den kantonalen Behörden, im Einzelfall zu entscheiden, ob ein solches zwingendes wirtschaftliches Interesse vorliegt.

Die kantonalen Behörden sind für die Bearbeitung der Meldungen zuständig. Ihre Kontaktangaben finden Sie hier: 
Kantonale Behörden für Meldeverfahren

Das Meldeverfahren muss für kurze Erwerbstätigkeiten oder Dienstleistungen wie beispielsweise Reparatur- und Montagearbeiten oder Kundengesprächen zur Planung von Projekten, Massarbeiten usw.) ab dem ersten Tag angewandt werden. Eine Einreise ohne Meldebestätigung ist nicht möglich. Inhaber/innen einer Meldebestätigung können frühestens einen Tag vor Beginn ihres Arbeitseinsatzes in die Schweiz einreisen.

Entspricht die Tätigkeit den obengenannten Kriterien, empfehlen wir Ihnen, unter folgendem Link das Meldeverfahren anzuwenden: 
Meldeverfahren

Verlängerungen oder Änderungen sind möglich. Ein solches Gesuch ist per E-Mail an die für das Meldeverfahren zuständige kantonale Behörde zu richten.


Einreise zur Erwerbstätigkeit für Drittstaatsangehörige (Nicht EU/EFTA-Staatsbürger/innen)

Personen, die bereits über eine Einreiseermächtigung inklusive Visum oder über die Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung verfügen, können weiterhin einreisen. Arbeitnehmende aus Drittstaaten, die bereits über eine Bewilligung für eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz verfügen, denen aufgrund der geltenden Einreisebeschränkungen aber kein Visum mehr ausgestellt wurde, wird die Einreise erlaubt. Sie, bzw. ihre Arbeitgeber melden sich zwecks Aktualisierung der Einreiseerlaubnis resp. Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung bei den zuständigen kantonalen Migrationsbehörden.

Gesuche für eine Anstellung von Personen aus Drittstaaten, die vor dem Inkrafttreten der Zulassungsbeschränkungen für Drittstaatsangehörige eingereicht wurden (bis und mit 18. März 2020), werden weiterbearbeitet. Sie werden genehmigt, sofern die Voraussetzungen gemäss Ausländergesetz erfüllt sind und die Stelle tatsächlich angetreten werden kann.

Ebenfalls möglich ist die Einreise für erwerbstätige Drittstaatsangehörige, wenn deren Erwerbstätigkeit von grosser Bedeutung für die Schweiz ist (Spezialistinnen und Spezialisten in Zusammenhang mit dem Gesundheitsbereich sowie zwecks Ausführung dringender Service-Arbeiten an wichtiger Infrastruktur, beispielsweise Ärztinnen und Ärzte, Forschende sowie Spezialistinnen und Spezialisten für die AKW-Wartung). Sie benötigen für die Einreise eine Zusicherung zur Aufenthaltsbewilligung oder eine Einreiseermächtigung inkl. Visum.Weiterhin nicht möglich ist die Einreise für Drittstaatsangehörige, die eine Erwerbstätigkeit in einem Betrieb ausüben wollen, der gemäss Verordnung des Bundesrates nach wie vor nicht öffnen darf.

Neue arbeitsmarktliche Gesuche (gilt ab dem 19. März 2020) für neu einreisende ausländische Erwerbstätige, werden von den zuständigen kantonalen Behörden bis auf Weiteres nicht mehrbearbeitet.


Visa-Stopp

Der Bundesrat ist der Auffassung, dass alle nicht zwingend notwendigen Reisen eingestellt werden müssen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Auch die Einstellung der Visaausstellung verfolgt dieses Ziel.

Vorerst bleibt der Visastopp (Visa C und Visa D) im Grundsatz aufrechterhalten. Aktuell können auch keine Visagesuche für später geplante Reisen eingereicht werden.

Erleichterungen werden in Abstimmung mit den generellen schrittweisen Lockerungen der Einreisebestimmungen vorgenommen und auf unserer Webseite publiziert. Dies betrifft insbesondere auch Visaanträge für den Familiennachzug.

Über weitere Lockerungen der Einreisebeschränkungen inkl. Visabestimmungen gegenüber Drittstaaten wird der Bundesrat zu einem späteren Zeitpunkt und in Abstimmung mit den Schengen-Staaten entscheiden.

Ja, ausgenommen sind vorerst insbesondere Spezialistinnen und Spezialisten in Zusammenhang mit dem Gesundheitsbereich sowie Spezialistinnen und Spezialisten zwecks Ausführung dringender Service-Arbeiten an wichtiger Infrastruktur (beispielsweise Ärztinnen und Ärzte, Forschende, Spezialistinnen und Spezialisten für die AKW-Wartung), da deren Erwerbstätigkeit von grosser Bedeutung für die Schweiz ist. Für diese Personen können weiterhin Gesuche eingereicht und bearbeitet werden. Sie benötigen für die Ausstellung des Visums eine Bewilligung zur Erwerbstätigkeit sowie eine Einreiseermächtigung.

Ferner gelten Ausnahmen in Härtefällen bei Kurzaufenthalten und Visagesuchen für Personen, die zwecks Erwerbstätigkeit einreisen (inklusive deren Familienangehörige). Für einen entsprechenden Visumantrag ist mit der zuständigen Auslandsvertretung der Schweiz Kontakt aufzunehmen.

Es ist kein neues Gesuch um Arbeitsbewilligung einzureichen. Der gesuchstellende Arbeitsgeber hat sich aber an die zuständige kantonale Migrationsbehörde zu wenden zwecks Aktualisierung der Einreiseerlaubnis resp. Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung.


Aus- und Durchreise

Die Einreise in die Nachbarstaaten ist in der Zuständigkeit der ausländischen Behörden. Die Schweiz hindert niemanden an der Ausreise. Wer aber aus dem Ausland in die Schweiz einreisen will, muss folgende Dokumente vorlegen können:

  • Eine Schweizer ID oder Schweizer Pass
  • Als Ausländer eines der oben bei der Frage «Wer kann noch in die Schweiz einreisen?» genannten Dokumente.

Ausländische Personen, die in die Schweiz einreisen, um diese auf direktem Weg zu durchqueren und in Richtung ihres Heimatstaats oder des Staates zu verlassen, in dem sie nachweislich ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, ist die Durchreise erlaubt. Besteht Grund zur Annahme, dass die Wiederausreise aus der Schweiz nach der Durchreise nicht möglich ist (namentlich auf Grund von Einreisebestimmungen eines anderen Landes), so wird die Einreise in die Schweiz zwecks Durchreise verweigert.

Personen, die zu ihrem Arbeitsplatz im Ausland reisen müssen, können durch die Schweiz reisen, sofern sie einen gültigen Arbeitsvertrag vorlegen können.

Schülerinnen und Schüler inklusive Begleitperson können durch die Schweiz reisen, sofern sie eine Bestätigung ihrer Schule oder einen aktuellen Schülerausweis vorweisen können.

Personen, die zu einem wichtigen Arzttermin im Ausland reisen müssen, können durch die Schweiz reisen, sofern sie eine Bestätigung des Arzttermins vorweisen können.

Die Durchreise zu touristischen Zwecken wird sämtlichen Personen, die sich aktuell bereits legal im EU/EFTA-Raum aufhalten, ermöglicht, sofern sie glaubhaft machen können, tatsächlich ins Zielland einreisen zu wollen/können, wie beispielsweise mit Hotelbuchung, Buchung Ferienwohnung etc.)

Die Einreise zur Begleitung von Personen, deren Einreise in die Schweiz gemäss Art. 3 COVID-Verordnung-2 erlaubt ist und die auf besondere Unterstützung angewiesen sind (z.B. Kinder, Betagte, Behinderte, Kranke), kann gewährt werden. Allerdings muss bei der Einreise nachgewiesen werden, dass eine Unterstützung notwendig ist und die Person nicht selbstständig ein- bzw. ausreisen kann.

Es ist zudem möglich, Personen direkt im französischen Sektor des Flughafens Genf abzuholen bzw. dort hinzubringen, ohne dafür in die Schweiz einzureisen. Diese Personen können dann vom französischen Sektor in den schweizerischen Sektor wechseln. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Flughafen Genfs: 
Aéroport Genève – Secteur français

Die Einreise wird erlaubt, wenn die Personen offensichtlich einen Transportauftrag ausführen und einen Warenlieferschein vorweisen können. Als Warenlieferschein gilt jedes Begleitdokument, das die in der Sendung gelieferten Waren detailliert auflistet.

Mitarbeitern gewerblicher Umzugsunternehmen mit Warenlieferschein, resp. Speditionsauftrag, wird im Grundsatz die Einreise bewilligt. Dafür wird keine Meldebestätigung zur Einreise benötigt, ein gültiger Warenlieferschein genügt. Für private Umzugshelfer aus dem Ausland ohne gültigen Aufenthaltstitel (Freunde, Familie, Bekannte) ist die Einreise zur Zeit nicht möglich.


Asylwesen

Asylsuchende werden an der Grenze grundsätzlich gleich behandelt wie alle anderen Personen. Es gibt in der beschlossenen Verordnung keine Ausnahmebestimmung für Asylsuchende. Wer sich auf Schweizer Territorium befindet, kann weiterhin ein Asylgesuch stellen.

Nein. Das Vorgehen stützt sich auf das Notrecht gemäss unserer Verfassung. Das Notrecht erlaubt diese Verordnung und kann auch die nicht zwingenden völkerrechtlichen Bestimmungen aussetzen. Hingegen sind zwingende völkerrechtliche Bestimmungen wie das Non-Refoulement-Prinzip weiterhin gültig und werden von der Schweiz eingehalten.


Hinweise für internationale Reisende

Für den öffentlichen Verkehr gilt in der Schweiz kein Verbot, da sich die Menschen in Bahnhöfen nur kurz begegnen. Reisen in Stosszeiten sollten Sie vermeiden und auf Freizeitfahrten vollständig verzichten.

Informationen des Bundesamts für Verkehr BAV

Sollte es Ihnen aufgrund eines annullierten Fluges nicht mehr möglich sein, den Schengen-Raum vor Ablauf Ihres Schengen-Visums zu verlassen, wenden Sie sich bitte an die zuständige Migrationsbehörde Ihres Aufenthaltskantons.

Sie finden die Adressen unter: 
Kantonale Migrations- und Arbeitsmarktbehörden

Es ist möglich, an einem der Schweizer Flughäfen zwischenzulanden, sofern die Transitzone des Flughafens nicht verlassen wird und belegt werden kann, dass die Weiterreise ins Zielland gewährleistet ist.

Personen, die aufgrund der gegebenen Umstände ihren Weiterflug nicht antreten können und sich im internationalen Transitbereich eines Flughafens befinden, wenden sich direkt an die Grenzkontrollbehörden vor Ort.

Wenn visumpflichtige Personen die internationale Transitzone verlassen müssen, bis sie ihren Weiterflug antreten können, oder wenn Personen nicht via Airline an ihren Wohnort zurückkehren können und zum Landtransit gezwungen sind, kann an der Grenze ein Schengen-Visum unter folgenden Spezialbestimmungen ausgestellt werden. Dabei ist die Gültigkeit auf 15 Tage beschränkt:

  • Es werden auch Reisedokumente akzeptiert, die weniger als drei Monate gültig sind.
  • Es ist keine Reisekrankenversicherung notwendig.
  • Staatsangehörige, die der Schengen-Konsultationspflicht unterstehen, erhalten ein Visum mit beschränkter Gültigkeit für die Schweiz (C-VrG);
  • Die Visumerteilung erfolgt kostenlos.

Personen, die nicht der Visumpflicht unterstehen, wird die Einreise in den Schengen-Raum gewährt, sofern keine Einreisesperren vorliegen. Diese Personen müssen sich innerhalb von 15 Tagen bei der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde des Aufenthaltsorts melden: 
Kantonale Migrations- und Arbeitsmarktbehörden

Sämtlichen Ausländerinnen und Ausländern, die direkt aus einem Risikoland einreisen wollen, wird die Einreise verweigert. Vom Einreiseverbot erfasst sind insbesondere:

  • Personen, die in der Schweiz eine Dienstleistung empfangen wollen;
  • Touristen, Besucher und Teilnehmende an Veranstaltungen;
  • Personen, die zu einer medizinischen Behandlung einreisen wollen;
  • Personen, die auf Stellensuche sind;
  • Personen, die ein Gesuch für eine Aufenthaltsbewilligung einreichen wollen.

Als Risikoländer gelten:

  • alle Staaten ausser Liechtenstein

Reisende mit ausgestelltem Visum, die aufgrund des Einreiseverbots nicht in die Schweiz, resp. den Schengen-Raum, einreisen dürfen und deren Visa folglich ungenutzt abläuft, nehmen bitte mit der zuständigen Schweizer Vertretung Kontakt auf. 
Schweizer Vertretungen im Ausland


Lockerungen ab dem 8. Juni 2020

Die abschliessenden Regelungen zum Lockerungsschritt am 8. Juni werden zu gegebener Zeit festgelegt und auf dieser Seite publiziert. Wir empfehlen Ihnen daher sich regelmässig auf unserer Webseite zu informieren.

Folgende Lockerungen im Migrationsbereich werden am 8. Juni 2020 in der Schweiz in Kraft treten:

  • Die Kantone bearbeiten wieder alle Gesuche um eine Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung von Erwerbstätigen aus EU/EFTA-Staaten. Das Gleiche gilt für Meldungen über den Stellenantritt für einen kurzfristigen Arbeitseinsatz bei einem Arbeitgeber in der Schweiz und für grenzüberschreitende Dienstleistungen von maximal 90 Tagen pro Jahr.
  • Auch für Arbeitskräfte aus Drittstaaten ist eine weitere Öffnung vorgesehen. Die kantonalen Behörden können Gesuche entgegennehmen, bearbeiten und bewilligen, wenn die ausländerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, der Arbeitseinsatz im öffentlichen Interesse liegt und insbesondere der wirtschaftlichen Landesversorgung dient oder wenn eine dringende wirtschaftliche Notwendigkeit besteht, d.h. wenn ein Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht dringend auf diese Fachkräfte angewiesen ist und der Einsatz nicht verschoben oder aus dem Ausland erledigt werden kann. Weiter können im Hinblick auf das neue Schuljahr 2020/21 bei erfüllten ausländerrechtlichen Voraussetzungen Lehrpersonen aus Drittstaaten zugelassen werden (ausgenommen Lehrpersonen oder Betreuer für Sommer-Camps).
  • Der Familiennachzug ist wieder für alle Personen mit einer Niederlassungs-, Aufenthalts- und Kurzaufenthaltsbewilligung sowie für vorläufig aufgenommene Personen unter den üblichen Bedingungen und Verfahren möglich, d.h. entsprechende Gesuche können wieder beim kantonalen Migrationsamt eingereicht werden.
    Siehe Factsheet Familiennachzug
  • Schülerinnen und Schüler sowie Studierende dürfen unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft wieder einreisen, um ihre Aus- und Weiterbildung zu beginnen, weiterzuverfolgen oder abzuschliessen. Davon ausgenommen sind Aus- und Weiterbildungen, die weniger als 90 Tage dauern. Als Beleg kann an der Grenzedie Schulbestätigung oder Immatrikulationsbescheinigung vorgelegt werden.
  • Die Kantone bearbeiten wieder Gesuche um eine Kurzaufenthaltsbewilligung von Personen, die eine Ehe oder eingetragene Partnerschaft mit einer Schweizerin, einem Schweizer oder einem ausländischen Staatsangehörigen mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung eingehen wollen.
  • Für Personen, die aus Risikostaaten gemäss der Covid-Verordnung einreisen, kann das Eidgenössische Departement des Innern EDI in Absprache mit dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement EJPD und dem Eidgenössischen Finanzdepartement EFD grenzsanitarische Massnahmen wie Temperaturmessungen, Gesundheitsfragebögen oder Quarantänemassnahmen anordnen.
  • Gleichzeitig hat der Bundesrat beschlossen, parallel zum Lockerungsschritt vom 8. Juni die vorübergehend ausgesetzte Stellenmeldepflicht wieder zu aktivieren, damit inländische Stellensuchenden bei der Bewerbung einen zeitlichen Vorsprung haben.

Italien hat die Aufhebung der Binnengrenzkontrollen zu seinen Nachbarstaaten auf den 3. Juni 2020 angekündigt. Die Schweiz hat Italien darüber informiert, dass eine Aufhebung der Grenzkontrollen gegenüber Italien bereits auf dieses Datum hin noch zu früh wäre. Der Bundesrat beabsichtigt, diesen Schritt mit Italien sowie allfällige begleitende grenzsanitarische Massnahmen in den kommenden Wochen mit Italien sowie weiteren Nachbarländern Italiens zu koordinieren. Er wird dabei auch die Grenzkantone, insbesondere das Tessin, einbeziehen.


Lockerungen ab dem 15. Juni 2020

Die abschliessenden Regelungen zum Lockerungsschritt am 15. Juni 2020 werden zu gegebener Zeit festgelegt und auf dieser Seite publiziert. Wir empfehlen Ihnen daher sich regelmässig auf unserer Webseite zu informieren.

Gegenüber Deutschland, Österreich und Frankreich sollen die Grenzkontrollen bereits per 15. Juni 2020 aufgehoben werden, wenn die pandemische Situation dies zulässt.

Der Bundesrat beabsichtigt weiter, die Personenfreizügigkeit und Reisefreiheit im gesamten Schengen-Raum ab Mitte Juni bis spätestens am 6. Juli 2020 vollständig wiederherzustellen.

Medienmitteilung Bundesrat vom 27. Mai 2020


Bei Anfragen per Telefon ist mit sehr langen Wartezeiten zu rechnen. Wir bitten Sie deshalb, Ihre Fragen wann immer möglich per Mail zu stellen an: corona@sem.admin.ch

Rufen Sie die Helpline nur in Notfällen an: +41 58 465 77 60

Wir bauen unser Helpline-Team fortlaufend aus und danken für Ihr Verständnis!

Dokumentation

nach oben Letzte Änderung 29.05.2020