Corona: Fragen und Antworten zu Einreise und Aufenthalt Schweiz, den Ausnahmen und Visa-Stopp

Da unsere Helpline per Mail und Telefon stark überlastet ist, bitten wir Sie, zuerst sorgfältig die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Einreisebeschränkungen und zu den geltenden Ausnahmen durchzulesen.

Bei Fragen zu den Quarantänebestimmungen bei der Einreise aus bestimmten Ländern in die Schweiz wenden Sie sich bitte direkt an das Bundesamt für Gesundheitswesen BAG.

Sollten Ihre Fragen in der folgenden Zusammenstellung nicht beantwortet werden, können Sie uns per Mail kontaktieren. Bitte geben Sie in Ihrer Mail Ihre Staatsangehörigkeit an, den Ort des beabsichtigten Grenzübertritts, das Land aus dem Sie in die Schweiz einreisen sowie den Einreise-/Aufenthaltsgrund. Bitte beachten Sie, dass wir über 1000 Anfragen pro Tag verzeichnen und diese in der Regel erst nach einigen Tagen beantworten können. Wir priorisieren dabei Anfragen, die dringlich sind.

Als Schweizer Migrationsbehörde geben wir Ihnen nur zur Einreise in die Schweiz Auskunft. Die Einreise in andere Staaten liegt im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Behörde.


Allgemeine Fragen

Der Bundesrat verfolgt mit dieser Massnahme folgende Ziele:

  • Die Verordnung regelt die wegen des Coronavirus eingeführten Massnahmen an den Binnen- und Luftgrenzen der Schweiz. Sie sollen die weitere Ausbreitung der Pandemie bremsen. Die Sicherheit der Bevölkerung steht an erster Stelle.
  • Per 11. Mai 2020 beschloss der Bundesrat erste Lockerungen an der Schweizer Grenze.
    Siehe Medienmitteilung vom 29. April 2020
  • Eine weitere Lockerung mit Deutschland und Österreich erlaubte ab dem 16. Mai 2020  unverheirateten Partnern, Zweitwohnungsbesitzern, Schrebergartenbetreibern etc. den Besuch über die gemeinsamen Grenzen hinweg.
  • Per 8. Juni 2020 griffen zusätzliche Lockerungen, die vor allem Erleichterungen für die Wirtschaft brachten und die Rekrutierung auf dem Arbeitsmarkt vereinfachten. Alle Gesuche von Erwerbstätigen aus dem EU/EFTA-Raum werden seither wieder bearbeitet. Zudem können Schweizer Unternehmen wieder hochqualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten anstellen, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt oder sie diese dringend benötigen. Der Familiennachzug ist wieder für alle Personen mit einer Niederlassungs-, Aufenthalts- und Kurzaufenthaltsbewilligung unter den üblichen Bedingungen und Verfahren möglich. Die kantonalen Behörden können wieder Gesuche von Konkubinatspartnern von Schweizern oder von Ausländern mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung sowie Gesuche um Ehevorbereitung in der Schweiz bzw. zum Vorverfahren zur Beurkundung der eingetragenen Partnerschaft (gleichgeschlechtliche Paare) prüfen. Schliesslich behandeln die kantonalen Behörden auch wieder Gesuche um Erteilung eines Aufenthaltstitels zu Aus- oder Weiterbildungen mit einer Dauer von mehr als 90 Tagen. Gleichzeitig gilt die vorübergehend ausgesetzte Stellenmeldepflicht wieder, damit inländische Stellensuchende bei der Bewerbung einen zeitlichen Vorsprung haben.
  • Mit der Streichung sämtlicher Schengen-Staaten von der Risikoliste per 15. Juni 2020 erfolgte ein substantieller Schritt in Richtung Normalisierung der Einreisevoraussetzungen. Er hatte zur Folge, dass die Grenzkontrollen an allen Land- und Luftgrenzen zwischen Schengen-Staaten und der Schweiz wieder aufgehoben wurden. Zudem sind die Bestimmungen des Freizügigkeitsabkommens (FZA) zwischen der Schweiz und der EU seither wieder vollumfänglich anwendbar.
  • Per 6. Juli 2020 wurden sowohl die corona-bedingten Beschränkungen bei der Zulassung von Arbeitskräften aus Drittstaaten, also Staaten ausserhalb der EU/EFTA, als auch die Beschränkungen für Aufenthalte über 90 Tage für die nichterwerbstätigen Drittstaatsangehörigen, wie beispielsweise Rentner oder die Aufenthalter für medizinische Behandlungen, vollständig aufgehoben. Die Kantone bearbeiten solche Gesuche wieder im Rahmen der ordentlichen ausländerrechtlichen Bestimmungen. Drittstaatsangehörigen ist es allerdings noch nicht möglich, für Ferien in die Schweiz zu reisen. Einreisen für bewilligungsfreie Aufenthalte von weniger als 90 Tagen werden weiterhin nur in Fällen äusserster Notwendigkeit gewährt.
  • Über weitere Lockerungen der Einreisebeschränkungen gegenüber Drittstaaten wird zu einem späteren Zeitpunkt und möglichst in Abstimmung mit den Schengen-Staaten entschieden.

Personen, die aus Schengen-Staaten in die Schweiz einreisen, können dies wieder gemäss den normalen Einreisebedingungen tun.

Einreisende Personen können zusätzlich grenzsanitarischen Massnahmen unterliegen. Bitte informieren Sie sich beim zuständigen
Bundesamt für Gesundheit.

Drittstaatsangehörige, deren Aufenthaltstitel im Schengen-Raum abgelaufen ist, müssen diesen zunächst erneuern lassen bevor ihnen die Einreise in die Schweiz gewährt werden kann.

Freizügigkeitsberechtigte Personen (siehe nächste Frage) dürfen wieder gemäss den üblichen Voraussetzungen in die Schweiz einreisen. Für nicht freizügigkeitsberechtigte Drittstaatsangehörige gelten weiterhin Einreisebeschränkungen.

Einreisende Personen können zusätzlich grenzsanitarischen Massnahmen unterliegen. Bitte informieren Sie sich beim zuständigen
Bundesamt für Gesundheit.

Schengen-Mitgliedstaaten

Wichtige Informationen zu den gewöhnlichen Einreisebedingungen

Freizügigkeitsberechtigt sind EU/EFTA/UK-Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit. Zu den Familienangehörigen zählen sowohl die Ehegattinnen oder Ehegatten und Verwandte in absteigender Linie (oder diejenigen der Ehegattin oder des Ehegatten), die jünger sind als 21 Jahre oder denen Unterhalt gewährt wird, als auch Verwandte oder Verwandte der Ehegattin oder des Ehegatten in aufsteigender Linie, denen Unterhalt gewährt wird (gilt nicht für Studierende). Wenn es sich um Verwandte in aufsteigender Linie, wie Eltern oder Grosseltern handelt, muss an der Schweizer Grenze belegt werden, dass ihnen Unterhalt gewährt wird. Ansonsten kann die Einreise in die Schweiz nicht gewährt werden.

Ebenso freizügigkeitsberechtigt sind Drittstaatsangehörige, wenn sie für maximal 90 Tage im Jahr von einem Unternehmen mit Sitz in der EU/EFTA als Arbeitnehmende in die Schweiz entsandt werden und wenn sie zuvor seit mindestens einem Jahr auf dem regulären Arbeitsmarkt in einem EU/EFTA-Mitgliedsstaat zugelassen waren.

Auch wenn Drittstaatsangehörige freizügigkeitsberechtigt sind, ist nicht ausgeschlossen, dass sie visapflichtig sind. Bitte wenden Sie sich an die für Ihren Aufenthaltsort zuständige schweizerische Auslandvertretung.

Schweizerische Vertretungen im Ausland

Drittstaatsangehörigen, die nicht freizügigkeitsberechtigt sind und über keine gültige Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung in der Schweiz verfügen, wird die Einreise verweigert.

Vom Einreiseverbot betroffen sind insbesondere:

  • Personen, die in der Schweiz eine Dienstleistung empfangen wollen; Touristen, Besucher und Teilnehmende an Veranstaltungen;
  • Personen, die zu einer medizinischen Behandlung einreisen wollen, die noch nicht begonnen wurde oder nicht als notwendig angesehen wird;
  • Personen, die auf Stellensuche sind oder zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen sind;
  • Personen, die ein Gesuch für eine Aufenthaltsbewilligung einreichen wollen.

Alle Staaten ausserhalb des Schengen-Raums.

Schengen-Mitgliedstaaten

Der Bundesrat lockert die Corona-bedingten Einreise- und Zulassungsbeschränkungen schrittweise. Ausschlaggebend ist dabei die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie. Dazu kommt die Entwicklung in den Nachbar- und Drittstaaten. Es ist daher zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich, ein genaues Datum für die Aufhebung der einzelnen Massnahmen zu nennen. Am 15. Juni 2020 wurde die Reisefreiheit mit allen Schengen-Staaten wieder vollständig hergestellt. Zudem gilt die Personenfreizügigkeit wieder vollständig und Freizügigkeitsberechtigte dürfen wieder uneingeschränkt einreisen. Per 6. Juli 2020 wurden die Corona-bedingten Beschränkungen bei der Zulassung von Arbeitskräften aus Drittstaaten vollständig aufgehoben. Auch die Beschränkungen für Aufenthalte über 90 Tage für nichterwerbstätige Drittstaatsangehörige, wie beispielsweise Rentner oder die Aufenthalter zur medizinischen Behandlung, wurden wieder aufgehoben. Über weitere Lockerungen der Einreisebeschränkungen gegenüber Drittstaaten wird zu einem späteren Zeitpunkt und in Abstimmung mit den Schengen-Staaten entscheiden.

Siehe Medienmitteilungen: 


Grenzsanitarische Massnahmen

Seit Mitte Juni sind wiederholt mit dem neuen Coronavirus infizierte Personen aus Ländern des Schengen-Raums und aus Nicht-Schengen-Staaten in die Schweiz eingereist.

Daher können sämtliche einreisende Personen zusätzlich grenzsanitarischen Massnahmen unterliegen. Bitte informieren Sie sich beim zuständigen
Bundesamt für Gesundheit
Helpline: +41 58 464 44 88 (6 bis 23 Uhr).

Bitte beachten Sie auch die Verhaltensregeln des BAG: 
Empfehlungen für Reisende


Einreiseverbot

Ausländerinnen und Ausländer, die aus einem Risikoland kommend für einen bewilligungsfreien Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit bis zu drei Monaten in die Schweiz einreisen wollen – also namentlich als Touristen, zu Besuchs- oder Geschäftszwecken. Als Risikoländer gelten alle Staaten ausser die Schengen-Staaten.

Nicht betroffen vom Einreiseverbot sind Personen, die über das Schweizer Bürgerrecht verfügen, die freizügigkeitsberechtigt sind oder die sich in einer Situation der äussersten Notwendigkeit befinden. Die Beurteilung der Notwendigkeit liegt im Ermessen der zuständigen Grenzkontrollbehörde.

Damit dürfen folgende Personen weiterhin einreisen:

  • Sie verfügen über das Schweizer Bürgerrecht.
  • Sie verfügen über ein Reisedokument, beispielsweise Pass oder Identitätskarte, und:
    • - einen Aufenthaltstitel, namentlich eine schweizerische Aufenthaltsbewilligung (Ausweis L / B / C / Ci);
    • - eine Grenzgängerbewilligung (Ausweis G; nur zu beruflichen Zwecken);
    • - eine Legitimationskarte des EDA;
    • - ein von der Schweiz ausgestelltes Visum D;
    • - ein von der Schweiz ausgestelltes Visum C, das ab dem 16. März 2020 aufgrund eines entsprechenden Ausnahmegrundes ausgestellt wurde;
    • - ein von der Schweiz ausgestelltes Visum C zur kurzfristigen Erwerbstätigkeit;
    • - eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung durch eine kantonale Migrationsbehörde oder eine Einreiseerlaubnis mit einem durch die Schweiz ausgestelltem Visum (ein Arbeitsvertrag reicht nicht für die Einreise; Inhaber einer Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung können frühestens drei Tage vor dem Gültigkeitsdatum der Zusicherung in die Schweiz einreisen).
  • Sie verfügen über einen von der Schweiz ausgestellten Reiseausweis für Flüchtlinge oder einen von der Schweiz ausgestellten Pass für ausländische Personen sowie eine gültige Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder einen gültigen F-Ausweis.
  • Sie sind freizügigkeitsberechtigt. Sofern solche Personen der Visumspflicht unterstehen, genügt ein gültiges, von der Schweiz ausgestelltes Schengenvisum C.
  • Sie führen einen gewerblichen Warentransport aus und besitzen einen Warenlieferschein.
  • Sie reisen lediglich zur Durchreise in die Schweiz ein mit der Absicht und der Möglichkeit, direkt in ein anderes Land weiter zu reisen.
  • Sie befinden sich in einer Situation der äussersten Notwendigkeit. Die Beurteilung der Notwendigkeit liegt im Ermessen der zuständigen Grenzkontrollbehörde.
  • Sie sind als Spezialistinnen und Spezialisten in Zusammenhang mit dem Gesundheitsbereich von grosser Bedeutung und sind im Besitz einerMeldebestätigung oder einer Zusicherung zur Aufenthaltsbewilligung oder einer Einreiseerlaubnis mit einem von der Schweiz ausgestellten Visum.

Die betreffenden Personen müssen glaubhaft machen, dass sie eine der obgenannten Bedingungen erfüllen. Geeignete Nachweise sind beim Grenzübertritt vorzulegen.

Wir weisen Sie darauf hin, dass die Fluggesellschaften selbst entscheiden, unter welchen Bedingungen sie Passagiere transportieren. Bitte klären Sie bei der jeweiligen Fluggesellschaft die Beförderungsbedingungen ab.

Schengen-Mitgliedstaaten

Bei Situationen äusserster Notwendigkeit ist es möglich, trotz des Einreisestopps in die Schweiz einzureisen. Visumpflichtige Personen müssen dazu bei der für ihren Wohnort zuständigen Schweizer Auslandvertretung ein Visumgesuch einreichen und die Situation der äussersten Notwendigkeit darlegen. Bei nicht visumpflichtigen Personen entscheidet die Grenzkontrollbehörde an den Schengen-Aussengrenzen (Flughäfen) über das Vorliegen einer solchen Situation. Sie gewährt die Einreise insbesondere in folgenden Fällen:

  • Besuch wegen eines Todesfalls oder einer im Sterben liegenden Person eines in der Schweiz lebenden engen Familienmitglieds, insbesondere Ehegatten, Lebenspartner/in, Eltern, Geschwister, Kind, Enkelkind oder Schwäger/in. Die Einreise ist zusammen mit der Kernfamilie der/des Besuchenden möglich, dazu zählen: Ehegatten, eingetragene Lebenspartner/in und minderjährige Kinder;
  • Fortsetzung einer in der Schweiz oder im Ausland begonnenen notwendigen medizinischen Behandlung;
  • Ehepartner/in und minderjährige Kinder ausländischer Staatsangehörigkeit eines/r Schweizer Staatsangehörigen, die wegen der aktuellen Situation von ihrem bisherigen Wohnsitz im Ausland zusammen mit dem/der Schweizer Staatsangehörigen in die Schweiz zurückkehren möchten, beispielsweise zur Evakuation;
  • dringende offizielle Besuche im Rahmen internationaler Verpflichtungen der Schweiz;
  • Einreise von Besatzungsmitgliedern öffentlicher Transportmittel wie Linien- und Charterflügen sowie von Besatzungsmitgliedern von Fracht-, Arbeits- und Ambulanzflügen, Flügen zu Unterhaltszwecken und Privatflügen (Business- und General Aviation) zur Beförderung von einreiseberechtigten Personen;
  • Betreuung von erkrankten, betagten oder minderjährigen Familienangehörigen, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad;
  • Wahrnehmung des zivilrechtlich geregelten Besuchsrechts von Kindern und deren Begleitperson, dies umfasst auch die Einreise des Kindes in die Schweiz;
  • Besuch der Kernfamilie. Zur Kernfamilie gehören die Ehegattin und der Ehegatte, die/der eingetragene Lebenspartner/in und minderjährige Kinder mit Wohnsitz in der Schweiz.
  • Wahrnehmung gerichtlicher oder nicht aufschiebbarer geschäftlicher Termine oder Besprechungen, die eine persönliche Anwesenheit erfordern. Dazu zählen beispielsweise Vertragsverhandlungen und -unterzeichnungen, geschäftliche Besichtigungen oder andere, wichtige repräsentative Einsätze;
  • Ausländerinnen und Ausländer aus Drittstaaten, die während bis zu acht Tage pro Kalenderjahr eine grenzüberschreitende Dienstleistung erbringen oder die im Auftrag eines ausländischen Arbeitgebers aus einem Drittstaat vorübergehend in der Schweiz erwerbstätig sind, sofern ihre persönliche Anwesenheit erforderlich ist;
  • Begleitung von Personen bei der Ein- und Ausreise aus der Schweiz, deren Einreise gemäss Art. 4 COVID-19-Verordnung 3 erlaubt ist und die auf besondere Unterstützung angewiesen sind, beispielsweise Kinder, Betagte, Behinderte, Kranke;
  • Einreise von Angehörigen der Kernfamilie von bei einer Schweizer Auslandsvertretung  registrierten Schweizer Staatsangehörigen, die zusammen mit der/dem Schweizer Staatsangehörigen für einen bewilligungsfreien Aufenthalt in die Schweiz einreisen. Zur Kernfamilie gehören die Ehegattin/der Ehegatte, die/der eingetragene Lebenspartner/in und minderjährige (Stief-)Kinder der/des Schweizer Staatsangehörigen. Unter bestimmten Bedingungen gilt dies auch für Konkubinatspartner/innen.

Ausnahmen dürfen weder im Widerspruch zur Pandemiebekämpfung noch zu den Anordnungen des BAG stehen.

Härtefälle und Fälle im öffentlichen Interesse sind glaubhaft zu machen. Hierfür können insbesondere folgende Belege der Grenzkontrollbehörde oder der Schweizer Auslandvertretung vorgelegt werden:

  • Wohnsitzbescheinigung
  • Arztzeugnis
  • Todesanzeige
  • Familienregisterauszüge oder andere Zivilstandsurkunden
  • gerichtliche Vorladung
  • Gerichtsurteile
  • Geschäftliche Unterlagen
  • Registrierung als Auslandschweizerin oder Auslandschweizer
  • Entsendebestätigung, Kopie Werkvertrag oder Auftrag
  • Ein Einladungsschreiben des Unternehmens in der Schweiz mit kurzer nachvollziehbarer Begründung, weshalb es sich um einen nicht aufschiebbaren, wichtigen geschäftlichen Termin handelt und weshalb die persönliche Anwesenheit der einreisenden Person erforderlich ist

Die Beurteilung, ob ein Härtefall vorliegt, liegt im Ermessen der Grenzkontrollbehörde. Ein Vorabentscheid durch das SEM ist nicht notwendig. Wir empfehlen Ihnen deshalb in diesen Fällen dringend, aufgrund der Wartezeiten nicht zuerst an die SEM-Helpline zu gelangen, sondern sich an die Grenzkontrollbehörden, die Flughafenpolizei Zürich oder die Auslandsvertretung zu wenden.

Eidgenössische Zollverwaltung

Flughafenpolizei Zürich

Bei der Anreise mit dem Flugzeug in die Schweiz ist Folgendes zu beachten: Sofern die Voraussetzungen eines Härtefalls erfüllt sind und dies mittels Belegen nachgewiesen werden kann, ist die Einreise in die Schweiz möglich. Hier gilt allerdings zu beachten, dass die Fluggesellschaften selbst entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen sie Passagiere befördern. Die Schweizer Behörden haben keinen Einfluss auf diesen Entscheid und organisieren für die betroffenen Personen auch keine Flüge in die Schweiz.

Zu beachten:
Wir weisen darauf hin, dass die Vorgaben und Einschränkungen der lokalen Behörden im Ausland abhängig von der epidemiologischen Lage im Land variieren. Für Informationen zu Restriktionen im entsprechenden Land sowie dem Dienstleistungsangebot, bitten wir Sie, die Informationen der zuständigen schweizerischen Auslandvertretung zu beachten. Im Notfall wenden Sie sich bitte an die für Ihren Aufenthaltsort zuständige schweizerische Auslandvertretung.

Schweizerische Vertretungen im Ausland


Regelung unverheiratete Paare

Einreisen von Personen aus Drittstaaten zwecks Besuchen bei Paar-, Liebesbeziehungen und Bekanntschaften von nicht verheirateten oder nicht registrierten Partnerschaften oder von Paaren ohne gemeinsame Kinder in der gegenwärtigen Phase nicht möglich.

Allerdings kann unverheirateten Paaren mit gemeinsamen minderjährigen Kindern die Einreise zu Besuchszwecken gewährt werden. Das Vorliegen dieser Konstellation muss an der Grenze mit entsprechenden Belegen, wie beispielsweise Familienregisterauszügen oder anderen Zivilstandsurkunden glaubhaft gemacht werden.

Gesuche um Erteilung eines Aufenthaltstitels von Konkubinatspartnerinnen und –partnern von Schweizerinnen und Schweizern oder von Ausländerinnen und Ausländern mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung, werden von den kantonalen Migrationsbehörden wieder bearbeitet.

Kantonale Migrationsämter


Familiennachzug und Ehevorbereitung

Der Nachzug von Familienangehörigen meint deren dauerhafte Wohnsitznahme in der Schweiz und nicht Besuche oder Familienferien in der Schweiz.
 

Familiennachzug zu Schweizer/innen
Seit dem 11. Mai 2020 ist der Familiennachzug von ausländischen Ehegatten/eingetragenen Partnern und minderjährigen Kindern von Schweizer Staatsangehörigen wieder möglich.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Migrationsbehörde des Wohnsitzkantons. Weitere Informationen zum Familiennachzug finden Sie in den
AIG Weisungen des SEM (Ziff. 6.2 ff)

 
Familiennachzug zu EU/EFTA-Staatsangehörigen

Seit dem 11. Mai 2020 ist der Familiennachzug von Familienangehörigen von EU/EFTA- Staatsangehörigen mit Schweizer Aufenthaltstitel (L, B und C) wieder möglich, und zwar unabhängig von der Nationalität der Familienangehörigen.

Beim Familiennachzug können EU/EFTA-Staatsangehörige ihre Kinder, ihre/ihren Ehegattin/Ehegatten bzw. eingetragene/r Partnerin/Partner und deren/dessen Kinder bis zum 21. Lebensjahr oder älter in die Schweiz bringen, sofern sie/er ihnen Unterhalt gewährt. EU/EFTA-Staatsangehörige und ihre Ehegatten/eingetragenen Partner können auch Verwandte in aufsteigender Linie (Eltern, Grosseltern) nachziehen. Es muss an der Schweizer Grenze belegt werden, dass ihnen Unterhalt gewährt wird. Studierende aus EU/EFTA-Staaten können den Ehegatten/eingetragenen Partner und unterhaltsberechtigte Kinder in die Schweiz nachziehen.

Wer seine Familienangehörigen nachziehen will, muss über eine angemessene Wohnung verfügen. Selbständigerwerbende sowie Nicht-Erwerbstätige müssen zudem über die nötigen finanziellen Mittel für den Unterhalt ihrer Familienangehörigen verfügen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Migrationsbehörde des Wohnsitzkantons.

Mehr Informationen dazu finden Sie im
Factsheet Familiennachzug EU/EFTA.


Familiennachzug zu Drittstaatsangehörigen
Seit dem 8. Juni 2020 werden Gesuche um Familiennachzug zu Drittstaatsangehörigen von den kantonalen Migrationsbehörden wieder bearbeitet. Drittstaatsangehörige können ihre/ihren ausländische Ehegattin/Ehegatten bzw. eingetragene/r Partner/in und ihre ledigen Kinder unter 18 Jahren nachziehen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Migrationsbehörde des Wohnsitzkantons: 
Kantonale Migrationsämter

Weitere Informationen zum Familiennachzug finden Sie in den
AIG Weisungen des SEM (Ziff. 6.4 ff)

Das Gesuch zum Familiennachzug muss bei der kantonalen Migrationsbehörde eingereicht werden. Wenn die nachzuziehende Person eine/ein Drittstaatsangehörige/r ist, muss das Gesuch um Familiennachzug grundsätzlich bei der für den Wohnort zuständigen Schweizer Auslandsvertretung eingereicht werden, die das Gesuch dann an das zuständige kantonale Migrationsamt zur Bearbeitung weiterleitet. Die nachzuziehenden Familienmitglieder benötigen, wenn sie aus einem Risikoland einreisen, für die Einreise nebst ihrem Reisedokument eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung oder eine Einreiseerlaubnis mit einem von der Schweiz ausgestellten Visum. Die Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung und die Einreiseerlaubnis werden durch die kantonale Migrationsbehörde ausgestellt. Das Visum wird von der Schweizer Auslandsvertretung ausgestellt. Die Schweizer Auslandvertretung benötigt für die Ausstellung eines Visums die Zustimmung des zuständigen kantonalen Migrationsamtes.

Kantonale Migrationsämter

Die kantonalen Migrationsbehörden bearbeiten wieder Gesuche um eine Kurzaufenthaltsbewilligung von Personen, die eine Ehe oder eingetragene Partnerschaft mit einer Schweizerin, einem Schweizer oder einem ausländischen Staatsangehörigen mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung eingehen wollen. Dies gilt auch für Gesuche von gleichgeschlechtlichen Paaren im Hinblick auf die Beurkundung der eingetragenen Partnerschaft. Drittstaatsangehörige reichen ihr Gesuch grundsätzlich bei der für ihren Wohnort im Ausland zuständigen Schweizer Auslandsvertretung ein.

Kantonale Migrationsämter

Schweizerische Vertretungen im Ausland

 
Zu beachten:

Wir weisen darauf hin, dass die Vorgaben und Einschränkungen der lokalen Behörden im Ausland abhängig von der epidemiologischen Lage im Land variieren. Für Informationen zu Restriktionen im entsprechenden Land sowie dem Dienstleistungsangebot, bitten wir Sie, die Informationen der zuständigen schweizerischen Auslandvertretung zu beachten. Im Notfall wenden Sie sich bitte an die für Ihren Aufenthaltsort zuständige schweizerische Auslandvertretung.


Personenfreizügigkeit mit der EU/EFTA und dem Vereinigten Königreich

Für EU/EFTA/UK-Bürgerinnen und -Bürger, deren Familienangehörige, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, sowie für Erbringer von grenzüberschreitenden Dienstleistungen, die sich auf das Freizügigkeitsabkommen (FZA) berufen können, gelten die Voraussetzungen des FZA und die üblichen Anwendungsbestimmungen.

Dies gilt insbesondere auch für EU/EFTA/UK-Staatsangehörige, die als Dienstleistungsempfänger/innen, als Rentner/innen, zur Aus- und Weiterbildung oder als Stellensuchende in die Schweiz einreisen. Personen, die eine Dienstleistung von bis zu 90 Tagen pro Kalenderjahr gestützt auf das FZA erbringen, benötigen zur Einreise keine Meldebestätigung mehr. Es gelten jedoch die üblichen Einreisevoraussetzungen für entsandte Drittstaatsangehörige. Ab dem 15. Juni 2020 bearbeiten die kantonalen Behörden auch wieder Bewilligungsgesuche für eine grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung während mehr als 90 Tagen innerhalb eines Kalenderjahres nach den üblichen Bestimmungen.


Einreise zur Erwerbstätigkeit für Drittstaatsangehörige (Nicht EU/EFTA-Staatsbürger/innen)

Seit dem 6. Juli 2020 können die zuständigen kantonalen Behörden wieder sämtliche Gesuche für ausländische Erwerbstätige aus Drittstaaten bearbeiten. Sie werden genehmigt, sofern die Voraussetzungen gemäss Ausländergesetz erfüllt sind und die Stelle tatsächlich angetreten werden kann, d.h. wenn effektive Reisemöglichkeiten vorhanden sind, beispielsweise Flugverbindungen.

Demnach ist eine Einreise von Arbeitnehmenden aus Drittstaaten wieder möglich, sofern sie über eine Bewilligung zur Erwerbstätigkeit in der Schweiz sowie über eine Einreiseerlaubnis resp. Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung verfügen.


Einreise zur Aus- und Weiterbildung für Drittstaatsangehörige (Nicht EU/EFTA-Staatsbürger/innen)

Der Präsenzunterricht an Gymnasien, Berufsschulen und Universitäten ist wieder erlaubt. Dies bedeutet, dass ausländische Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aus Drittstaaten für Aus- und Weiterbildungen, die über 90 Tage dauern, zugelassen werden können, sofern die ordentlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Art. 27 AIG

Ziffer 5.1 Weisungen Ausländer SEM

Die Zulassung zwecks Aus- und Weiterbildung, die über 90 Tage dauert, soll mit Blick auf das Schuljahr 2020/2021 erfolgen. Dies gilt sowohl für neue Aus- und Weiterbildungen, Vorbereitungskurse im Hinblick auf die Ausbildungsaufnahme im Sommer/Herbst als auch für die Fortführung und den Abschluss solcher Aus- und Weiterbildungen. Nicht zulässig bleiben weiterhin kurzfristige Aus- und Weiterbildungen mit einer Dauer von weniger als 90 Tagen, beispielsweise Zulassungen von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden für Sommercamps. Sie benötigen für die Einreise eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung oder eine Einreiseerlaubnis mit einem von der Schweiz ausgestellten Visum.

Drittstaatsangehörige reichen für die Einreise in die Schweiz ein Gesuch bei der für ihren Wohnort zuständigen Schweizer Auslandsvertretung ein. Das Gesuch wird anschliessend gemäss Standort der Schule/Hochschule an das zuständige kantonale Migrationsamt weitergeleitet. Dieses prüft die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Studium. Für Fragen im Zusammenhang mit der Bescheinigung von Sprachkenntnissen konsultieren Sie bitte die SEM-Richtlinien vom 15. Juni 2020.

Kantonale Migrationsämter

Schweizerische Vertretungen im Ausland

 
Zu beachten:

Wir weisen darauf hin, dass die Vorgaben und Einschränkungen der lokalen Behörden im Ausland abhängig von der epidemiologischen Lage im Land variieren. Für Informationen zu Restriktionen im entsprechenden Land sowie dem Dienstleistungsangebot, bitten wir Sie, die Informationen der zuständigen schweizerischen Auslandvertretung zu beachten. Im Notfall wenden Sie sich bitte an die für Ihren Aufenthaltsort zuständige schweizerische Auslandvertretung.


Visa-Stopp

Der Bundesrat war der Auffassung, dass alle nicht zwingend notwendigen Reisen eingestellt werden müssen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Auch die Einstellung der Visaausstellung verfolgte dieses Ziel. Mit der schrittweisen Aufhebung der Einreiserestriktionen unter Berücksichtigung der Empfehlungen der EU gegenüber den einzelnen Drittstaaten nimmt die Schweiz parallel dazu auch die Visaerteilung wieder auf.

Vorerst bleibt der Visastopp (Visa C und Visa D) im Grundsatz aufrechterhalten. Aktuell können auch keine Visagesuche für später geplante Reisen eingereicht werden, sofern diese nicht aufgrund der aktuell geltenden Lockerungsmassnahmen wieder möglich sind.  

Erleichterungen werden in Abstimmung mit den generellen schrittweisen Lockerungen der Einreisebestimmungen vorgenommen und laufend auf unserer Webseite publiziert. Dies betrifft insbesondere auch Visaanträge von freizügigkeitsberechtigten Personen und für den Familiennachzug.

Über weitere Lockerungen der Einreisebeschränkungen inklusive Visabestimmungen gegenüber Drittstaaten wird zu einem späteren Zeitpunkt und in Abstimmung mit den Schengen-Staaten entschieden.

Der Visastopp gilt weiterhin für Ausländerinnen und Ausländer, die aus einem Risikoland oder aus einer Risikoregion kommend für einen bewilligungsfreien Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit in die Schweiz einreisen wollen und nicht freizügigkeitsberechtigt sind.

Vom Visastopp ausgenommen sind seit dem 6. Juli 2020 insbesondere Arbeitskräfte aus visumspflichtigen Drittstaaten. Für diese Personen können wieder Gesuche eingereicht und bearbeitet werden. Sie benötigen für die Ausstellung des Visums eine Bewilligung zur Erwerbstätigkeit sowie eine Einreiseerlaubnis.

Das Visumverfahren steht ab sofort auch wieder allen freizügigkeitsberechtigten Personen sowie allen Familienangehörigen von Personen mit einer Niederlassungs-, Aufenthalts- und Kurzaufenthaltsbewilligung sowie vorläufig aufgenommenen Personen im Rahmen des Familiennachzugs offen. Es gilt das ordentliche Verfahren, d.h. entsprechende Gesuche sind grundsätzlich bei der zuständigen Auslandsvertretung einzureichen und werden durch das kantonale Migrationsamt bearbeitet.

Ferner gelten weiterhin Ausnahmen in Härtefällen bei Kurzaufenthalten. Für einen entsprechenden Visumantrag ist mit der zuständigen Auslandsvertretung der Schweiz Kontakt aufzunehmen.

Kantonale Migrationsämter

Schweizer Vertretungen im Ausland

 
Zu beachten:

Wir weisen darauf hin, dass die Vorgaben und Einschränkungen der lokalen Behörden im Ausland abhängig von der epidemiologischen Lage im Land variieren. Für Informationen zu Restriktionen im entsprechenden Land sowie dem Dienstleistungsangebot, bitten wir Sie, die Informationen der zuständigen schweizerischen Auslandvertretung zu beachten. Im Notfall wenden Sie sich bitte an die für Ihren Aufenthaltsort zuständige schweizerische Auslandvertretung.

Es ist kein neues Gesuch um Arbeitsbewilligung einzureichen. Der gesuchstellende Arbeitsgeber hat sich aber an die zuständige kantonale Migrationsbehörde zu wenden zwecks Aktualisierung der Einreiseerlaubnis resp. Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung.

Wenden Sie sich an die kantonalen Migrationsbehörden, wenn Sie nicht rechtzeitig aus dem Schengen-Raum ausreisen können. Die nach der Gültigkeit des Visums, resp. nach Ablauf der maximal möglichen Aufenthaltsdauer angefallenen Aufenthaltstage werden für einen späteren Aufenthalt mitgezählt. Eine erneute Einreise im Rahmen eines bewilligungsfreien Aufenthalts kann erst nach einem Unterbruch von mindestens 90 Tagen erfolgen.


Aus- und Durchreise

Für die Einreisebestimmungen ausländischer Staaten sind die zuständigen ausländischen Behörden zu kontaktieren. Die Schweiz hindert niemanden an der Ausreise. Wer aber aus dem Ausland wieder in die Schweiz einreisen will, muss folgende Dokumente vorlegen können:

  • Eine Schweizer ID oder Schweizer Pass
  • Als Ausländer eines der oben bei der Frage «Wer kann noch in die Schweiz einreisen?» genannten Dokumente.

Einreisende Personen können zusätzlich grenzsanitarischen Massnahmen unterliegen. Bitte informieren Sie sich beim zuständigen
Bundesamt für Gesundheit.

Für Drittstaatsangehörige gilt für die Durchreise via Schweiz folgendes:

Durchreise aus Schengen-Staat kommend in anderen Schengen-Staat
Mit dem Wegfall der Binnengrenzkontrollen und des pandemiebedingten Sonderregimes an den Binnengrenzen ist die Einreise aus einem Schengen-Staat zwecks Weiterreise in einen anderen Schengen-Staat für alle Personen, die sich legal im Schengen-Raum aufhalten, grundsätzlich möglich.

Durchreise aus Schengen-Staat kommend in Drittstaat
Mit dem Wegfall der Binnengrenzkontrollen und des pandemiebedingten Sonderregimes an den Binnengrenzen ist die Einreise aus einem Schengen-Staat zwecks Weiterreise in einen Staat ausserhalb des Schengen-Raums für alle Personen, die sich legal im Schengen-Raum aufhalten, grundsätzlich möglich

Durchreise aus Drittstaat kommend in Schengen-Staat
Die Einreise aus einem Staat ausserhalb des Schengen-Raums in die Schweiz zur Weiterreise in einen anderen Schengen-Staat ist nicht möglich für Kurzaufenthalte unter 90 Tagen, die keinen Aufenthaltstitel erfordern. Sollte der Zielstaat im Schengen-Raum eine solche Einreise im Einzelfall bewilligt haben, so muss die Einreise in den Schengen-Raum direkt in diesen Staat erfolgen.

Durchreise aus Drittstaat kommend in Drittstaat
Die Einreise aus einem Staat ausserhalb des Schengen-Raums in die Schweiz zur Weiterreise in einen anderen Staat ausserhalb des Schengen-Raums ist nicht möglich. Möglich ist dagegen ein Flughafentransit an den Landesflughäfen Zürich und Genf. In diesem Fall erfolgt keine effektive Einreise in die Schweiz, der Passagier verbleibt im Transitbereich des Flughafens.

Die Einreise wird erlaubt, wenn die Personen offensichtlich einen Transportauftrag ausführen und einen Warenlieferschein vorweisen können. Als Warenlieferschein gilt jedes Begleitdokument, das die in der Sendung gelieferten Waren detailliert auflistet.


Hinweise für internationale Reisende

Bei Flugreisen gilt es zu beachten, dass die Fluggesellschaften selbst entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen sie Passagiere befördern. Die Schweizer Behörden haben keinen Einfluss auf diesen Entscheid. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vorgängig bei der betreffenden Fluggesellschaft bezüglich der Transportbedingungen zu erkundigen.

Sollte es Ihnen aufgrund eines annullierten Fluges nicht mehr möglich sein, den Schengen-Raum vor Ablauf Ihres Schengen-Visums zu verlassen, wenden Sie sich bitte an die zuständige Migrationsbehörde Ihres Aufenthaltskantons.

Sie finden die Adressen unter: 
Kantonale Migrations- und Arbeitsmarktbehörden

Es ist möglich, an einem der Schweizer Flughäfen zwischenzulanden, sofern die Transitzone des Flughafens nicht verlassen wird und belegt werden kann, dass die Weiterreise ins Zielland gewährleistet ist.

Personen, die aufgrund der gegebenen Umstände ihren Weiterflug nicht antreten können und sich im internationalen Transitbereich eines Flughafens befinden, wenden sich direkt an die Grenzkontrollbehörden vor Ort.

Wenn visumpflichtige Personen die internationale Transitzone verlassen müssen, bis sie ihren Weiterflug antreten können, oder wenn Personen nicht via Airline an ihren Wohnort zurückkehren können und zum Landtransit gezwungen sind, kann an der Grenze ein Schengen-Visum unter folgenden Spezialbestimmungen ausgestellt werden. Dabei ist die Gültigkeit auf 15 Tage beschränkt:

  • Es werden auch Reisedokumente akzeptiert, die weniger als drei Monate gültig sind.
  • Es ist keine Reisekrankenversicherung notwendig.
  • Staatsangehörige, die der Schengen-Konsultationspflicht unterstehen, erhalten ein Visum mit beschränkter Gültigkeit für die Schweiz (C-VrG);
  • Die Visumerteilung erfolgt kostenlos.

Personen, die nicht der Visumpflicht unterstehen, wird die Einreise in den Schengen-Raum gewährt, sofern keine Einreisesperren vorliegen. Diese Personen müssen sich innerhalb von 15 Tagen bei der zuständigen kantonalen Migrationsbehörde des Aufenthaltsorts melden.

Kantonale Migrations- und Arbeitsmarktbehörden

Sämtlichen Ausländerinnen und Ausländern, die direkt aus einem Risikoland einreisen wollen, wird die Einreise verweigert. Vom Einreiseverbot erfasst sind insbesondere:

  • Personen, die in der Schweiz eine Dienstleistung empfangen wollen;
  • Touristen, Besucher und Teilnehmende an Veranstaltungen;
  • Personen, die zu einer medizinischen Behandlung einreisen wollen;
  • Personen, die auf Stellensuche sind;
  • Personen, die ein Gesuch für eine Aufenthaltsbewilligung einreichen wollen.

Als Risikoländer gelten:

  • alle Staaten ausser die Schengen-Staaten.

Reisende mit ausgestelltem Visum, die aufgrund des Einreiseverbots nicht in die Schweiz, resp. den Schengen-Raum, einreisen dürfen und deren Visa folglich ungenutzt abläuft, nehmen bitte mit der zuständigen Schweizer Vertretung Kontakt auf. 
Schweizer Vertretungen im Ausland

Einreisende Personen können zusätzlich grenzsanitarischen Massnahmen unterliegen. Bitte informieren Sie sich beim zuständigen
Bundesamt für Gesundheit.


Lockerungen für Drittstaaten ab dem 20. Juli 2020

Am 1. Juli 2020 hat der Bundesrat von den Empfehlungen des Rates der EU, die Einreisebeschränkungen ab dem 1. Juli 2020 für 15 Staaten aufzuheben, Kenntnis genommen. Die Schweiz wird diesen Empfehlungen voraussichtlich folgen, jedoch erst per 20. Juli 2020 und mit Ausnahme von Serbien. Das EJPD beabsichtigt demnach auf dieses Datum hin Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay sowie die EU-Staaten ausserhalb des Schengen-Raums (Bulgarien, Irland, Kroatien, Rumänien und Zypern) von der Liste der Risikoländer zu streichen. China soll in Umsetzung der EU-Empfehlung ebenfalls von der Liste gestrichen werden, sofern die Reziprozität für Einreisende aus der Schweiz gewährleistet ist.

Serbien wird auch ab dem 20. Juli 2020 vorerst weiterhin auf der Risikoliste verbleiben. Grund dafür ist, dass in den vergangenen Tagen in der Schweiz mehrere eingeschleppte Corona-Fälle aus diesem Land festgestellt wurden, die serbische Diaspora in der Schweiz relativ gross ist und die Reisetätigkeit von und nach diesem Land wegen der bevorstehenden Sommerferien ansonsten gross sein könnte.

Die abschliessenden Regelungen zu den Lockerungen ab dem 20. Juli 2020 werden auf dieser Seite publiziert. Wir empfehlen Ihnen daher sich regelmässig auf unserer Webseite zu informieren.

Die Vorbereitung für Massnahmen nimmt gewisse Zeit in Anspruch. Zudem möchte die Schweiz die Kadenz ihrer Lockerungsschritte dosieren – erste Änderungen für Drittstaaten fand bereits per 6. Juli statt, der nächste Schritt nun per 20. Juli 2020.


 
Bei Anfragen per Telefon ist mit sehr langen Wartezeiten zu rechnen. Wir bitten Sie deshalb, Ihre Fragen wann immer möglich per Mail zu stellen an: corona@sem.admin.ch

Rufen Sie die Helpline nur in Notfällen an: +41 58 465 77 60

Wir bauen unser Helpline-Team fortlaufend aus und danken für Ihr Verständnis!

Bei Fragen zur Einreise in die Schweiz und den grenzsanitarischen Massnahmen (Quarantäne) des BAG, bitten wir Sie, sich beim zuständigen Bundesamt für Gesundheit zu informieren.
Helpline: +41 58 464 44 88 (6 bis 23 Uhr).

   

Dokumentation

nach oben Letzte Änderung 06.07.2020