Geringere Zunahme bei EU-27/EFTA-Angehörigen

Schlagwörter: Ausländerstatistik

Medienmitteilungen, SEM, 26.05.2009

Bern-Wabern. Ende April 2009 betrug die ständige ausländische Wohnbevölkerung aus den EU-27/EFTA-Ländern 1’041’927 Personen. Das sind 5.4 Prozent mehr als Ende April 2008. Gleichzeitig handelt es sich um die geringste Bestandeszunahme seit Beginn des Jahres 2008. Die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU-Staaten nahm zwischen April 08 / 09 um 0.3 Prozent zu.

Das bilaterale Abkommen über den freien Personenverkehr mit der EU wirkt sich auf die Zusammensetzung der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz aus. Während der Zuwachs bei den EU-27/EFTA-Staatsangehörigen 5.4 Prozent betrug, nahm die Anzahl von Nicht-EU/EFTA-Bürgerinnen und –Bürgern um nur 0.3 Prozent zu. Insgesamt lebten am 30. April 2009 1'655’224 Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz.

Bei den EU-27/EFTA-Staatsangehörigen stieg der Bestand weniger stark an als in den vorhergehenden Vergleichsperioden seit Beginn des Jahres 2008. Dies ist primär auf die sich abschwächende Konjunktur seit Herbst 2008 zurückzuführen. Es zeigt sich, dass sich die Bestandeszunahme bei den EU-27/EFTA-Staatsangehörigen der jeweiligen wirtschaftlichen Situation in unserem Land angleicht.

Am stärksten angestiegen ist vom 30. April 2008 bis zum 30. April 2009 die Zahl der Staatsangehörigen aus Deutschland (+25'218), Portugal (+11’684), Frankreich (+ 6’383), Grossbritannien (+2'639) und Polen (+1'516).

Die Bevölkerungszahl von Staatsangehörigen aus Serbien (-13’317), Bosnien-Herzegowina (-1’708), Kroatien (-1'597), Sri Lanka (-999) und der Türkei (-897) ist hingegen rückläufig. Dies entspricht dem Trend der letzten Jahre.

Der Bestand von Drittstaatsangehörigen ist nur schwach angestiegen (+0.3 %). Diese Entwicklung entspricht der Zuwanderungspolitik des Bundesrates und dem Zulassungssystem im neuen Ausländergesetz, wonach aus Nicht-EU-Staaten nur noch besonders qualifizierte Erwerbstätige rekrutiert werden können.

Weitere Informationen über den neuesten Stand der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz kann der beiliegenden Ausländerstatistik entnommen werden.


Bevölkerungsdaten BFM und BFS

Die Angaben des Bundesamtes für Migration (BFM) zur ständigen ausländischen Bevölkerung stützen sich auf das Zentrale-Migrations-Informations-System (ZEMIS) und umfassen alle ausländischen Staatsangehörigen, die während mindestens einem Jahr in der Schweiz wohnhaft sind und eine Bewilligung für den Aufenthalt, die Niederlassung oder den über 12-monatigen Kurzaufenthalt besitzen. Nicht enthalten in der Ausländerstatistik sind Personen aus dem Asylbereich sowie internationale Funktionäre und Diplomaten mit deren Familien.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) zählt in seiner Bevölkerungsstatistik auch die internationalen Funktionäre und Diplomaten und deren Familien dazu.


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