Abgeschwächte Zuwanderung von EU-27/EFTA-Angehörigen

Schlagwörter: Ausländerstatistik

Medienmitteilungen, SEM, 02.02.2010

Bern-Wabern. Ende Dezember 2009 betrug die ständige ausländische Wohnbevölkerung aus EU-27/EFTA-Ländern 1’066’086 Personen, das sind 3.9 Prozent mehr als Ende Dezember 2008. Die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU-Staaten nahm im selben Zeitraum um 0.3 Prozent zu.

Das bilaterale Abkommen über den freien Personenverkehr mit der EU wirkt sich auf die Zusammensetzung der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz aus. Während der Zuwachs bei den EU-27/EFTA-Staatsangehörigen 3.9 Prozent (+ 39'591) betrug, nahm die Anzahl von Nicht-EU/EFTA-Bürgerinnen und -Bürgern um nur 0.3 Prozent (+1'657) zu. Insgesamt lebten am 31. Dezember 2009 1'680’197 Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz.

Bei den EU-27/EFTA-Staatsangehörigen stieg der Bestand weniger stark an als im Vergleich zum Vorjahr (2008: +6.8 Prozent; 2009: +3.9 Prozent). Dies ist primär auf die sich abschwächende Konjunktur seit Herbst 2008 zurückzuführen. Es zeigt sich, dass sich die Bestandeszunahme bei den EU-27/EFTA-Staatsangehörigen der jeweiligen wirtschaftlichen Situation in unserem Land angleicht.

Am stärksten angestiegen ist vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 die Zahl der Staatsangehörigen aus Kosovo (+27’181), Deutschland (+17’119), Portugal (+ 9’087), Frankreich (+4’955) und Grossbritannien (+2’222). Die Zunahme der kosovarischen Staatsangehörigen ist primär darauf zurückzuführen, dass Kosovo seit dem 17. Februar 2008 ein unabhängiger Staat ist und sich in der Folge viele in der Schweiz ansässige Kosovaren neu unter der kosovarischen Staatsbürgerschaft eintragen liessen (ehemals serbische Staatsangehörige).

Die Bevölkerungszahl von Staatsangehörigen aus Serbien (-31’093), Bosnien-Herzegowina (-1’713), Sri Lanka (-1'243), Kroatien (-1'183) und Italien (-909) ist hingegen rückläufig. Dies entspricht dem Trend der letzten Jahre.

Die Zuwanderung von Staaten ausserhalb der EU ist nur schwach angestiegen (+ 0.3 Prozent). Diese Entwicklung entspricht der Zuwanderungspolitik des Bundesrates und dem Zulassungssystem im neuen Ausländergesetz, wonach aus Nicht-EU-Staaten nur noch besonders qualifizierte Erwerbstätige rekrutiert werden können.

Weitere Informationen über den neuesten Stand der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz kann der beiliegenden Ausländerstatistik entnommen werden.


Bevölkerungsdaten BFM und BFS

Die Angaben des Bundesamtes für Migration (BFM) zur ständigen ausländischen Bevölkerung stützen sich auf das Zentrale-Migrations-Informations-System (ZEMIS) und umfassen alle ausländischen Staatsangehörigen, die während mindestens einem Jahr in der Schweiz wohnhaft sind und eine Bewilligung für den Aufenthalt, die Niederlassung oder den über 12-monatigen Kurzaufenthalt besitzen. Nicht enthalten in der Ausländerstatistik sind Personen aus dem Asylbereich sowie internationale Funktionäre und Diplomaten mit deren Familien.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) zählt in seiner Bevölkerungsstatistik auch die internationalen Funktionäre und Diplomaten und deren Familien dazu.


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