Statistik 2012: Anstieg der Asylgesuche – Zunahme der Erledigungen und Ausreisen

Schlagwörter: Asylstatistik

Medienmitteilungen, SEM, 22.01.2013

Bern. Im Jahr 2012 wurden 28 631 Asylgesuche in der Schweiz eingereicht, was einer Zunahme um 27 % gegenüber 2011 entspricht. Es wurden mehr Asylgesuche erledigt, wobei die erstinstanzlichen Erledigungen um 28 % zunahmen. Auch bei den Ausreisen war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen: Die kontrollierten Ausreisen auf freiwilliger Basis nahmen um 84 % zu, die Rückführungen in die Herkunfts- und Drittländer sowie in die Dublin-Staaten um 22 %.

Wichtigstes Herkunftsland der Asylsuchenden war Eritrea mit 4407 Gesuchen, gefolgt von Nigeria (2746 Gesuche), Tunesien (2239 Gesuche), Serbien (1889 Gesuche) und Afghanistan (1386 Gesuche). Syrien belegt mit 1229 Gesuchen den sechsten Platz.

Die aktuelle Strategie, wonach Asylgesuche, die keiner vertieften Abklärung bedürfen, prioritär behandelt werden, hat sich 2012 auf die Anzahl Asylgewährungen sowie auf die Anzahl Nichteintretensentscheide (NEE) ausgewirkt. Von den 24 941 Asylgesuchen, die 2012 erstinstanzlich erledigt wurden, haben 2507 Personen Asyl erhalten, gegenüber 3711 im Vorjahr (−32,4 %). Die durchschnittliche Anerkennungsquote lag somit bei 11,7 %. Mit 2060 Personen wurden im letzten Jahr 32,9 % weniger Ausländerinnen und Ausländer vorläufig aufgenommen als 2011. Im Jahr 2012 wurden 14 008 Nichteintretensentscheide erlassen, was einer Zunahme um 44,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

4637 asylsuchende Personen konnten 2012 dem zuständigen Dublin-Staat überstellt werden. Im Vorjahr lag diese Zahl bei 3621 Personen (+28,0 %). Umgekehrt wurden der Schweiz 574 Personen überstellt.

Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 sind insgesamt 13 801 Personen behördlich kontrolliert auf dem Luftweg aus der Schweiz ausgereist. Im Vergleich zu 2011 (9461 Ausreisen) entspricht dies einer Zunahme um über 45 %.

Entgegen der vor einigen Monaten gestellten Prognose wurde 2012 die Schwelle von 30 000 Asylgesuchen nicht überschritten. Zu verdanken ist dies insbesondere einem Rückgang der Asylgesuche von Staatsangehörigen der visumbefreiten Balkanländer nach der Einführung des 48-Stunden-Verfahrens am 20. August 2012.

Weitere Infos

Dokumente

Dossier

Medienmitteilungen

nach oben Letzte Änderung 22.01.2013

Kontakt

Kontakt / Rückfragen

Staatssekretariat für Migration
T
+41 58 465 11 11
Kontakt
Staatssekretariat für Migration
T
+41 58 465 11 11
Kontakt