Bundesasylzentrum in Muttenz (BL) nimmt den Betrieb auf

Schlagwörter: Asylunterkunft

Medienmitteilungen, SEM, 09.11.2016

Bern. Am 14. November 2016 nimmt das Bundesasylzentrum Feldreben in Muttenz (BL) den Betrieb mit bis zu 500 Schlafplätzen und 40 Arbeitsplätzen auf. Der Betrieb des Bundesasylzentrums, das der Erstaufnahme, Registrierung und Befragung von Asylsuchenden dient, ist auf zwei Jahre befristet. Eine Erhöhung auf 900 Unterbringungsplätze kann im Falle einer Notlage durch den Gemeinderat Muttenz bewilligt werden.

Obwohl die Zahl der Asylgesuche 2016 bisher tiefer als im Vorjahr ist, müssen sich die Schweizer Behörden auf einen allfälligen Anstieg der Gesuche vorbereiten. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) erhöht deshalb mit der Eröffnung des temporären Bundesasylzentrums (BAZ) Feldreben seine Unterbringungskapazität auf über 4900 Plätze.

Auf dem Feldreben-Areal in Muttenz eröffnet das SEM am 14. November 2016 ein Bundesasylzentrum, in dem bis zu 500 Asylsuchende untergebracht werden können. Zu Beginn werden in Muttenz rund 20 bis 30 Asylsuchende einquartiert, anschliessend wird die Belegung laufend erhöht. Bei einer Notlage und in Absprache mit der Gemeinde Muttenz können im Bundesasylzentrum Feldreben bis zu 900 Personen beherbergt werden. Die Gemeinde Muttenz und das Bundesasylzentrum Feldreben leisten somit auch einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Notfallplanung Asyl von Bund, Kantonen sowie Städte- und Gemeindeverband.

Hauptaufgabe Registrierung und Befragung

Im BAZ Feldreben werden Asylsuchende registriert, zudem werden erste Gesundheits- sowie Identitätsabklärungen vorgenommen und Erstbefragungen zum Reiseweg und zu den Asylgründen durchgeführt. Zu diesem Zweck hat das SEM 40 Arbeitsplätze für Mitarbeitende eingerichtet. Für die Unterbringung der Asylsuchenden wurden in den Unterkunftstrakten Wohneinheiten aus Holzbrandschutzplatten erstellt. Sie sorgen für die nötige Privatsphäre während des Aufenthalts im BAZ Feldreben.

Eine Begleitgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung, der Gemeinde, des Bundes und der für die Sicherheit und die Betreuung zuständigen Unternehmen hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie unterstützt den Betrieb und regt gegebenenfalls zusätzliche Massnahmen für ein reibungsloses Funktionieren der Unterkunft an.

Bund entschädigt Partner

Der Kanton Basel-Landschaft hat die Anlage in Muttenz in enger Zusammenarbeit mit dem SEM und der Gemeinde umgebaut und vermietet diese dem Bund für zwei Jahre. Für den Betrieb des Zentrums ist der Bund zuständig. Das SEM  trägt die Kosten für die Betreuung und Beschäftigung der Asylsuchenden und ist für die Sicherheit im Bundesasylzentrum verantwortlich. In der unmittelbaren Umgebung des BAZ werden nach Bedarf und in Absprache mit der Gemeinde sowie den kantonalen Behörden Aussenpatrouillen eingesetzt. Zudem richtet der Bund dem Kanton einen Pauschalbeitrag an die Sicherheitskosten aus.

Die Unterbringungsplätze im BAZ Feldreben werden dem Kontingent des Kantons Basel-Landschaft bei der Verteilung von Asylsuchenden angerechnet. Dem Kanton Basel-Landschaft werden durch das SEM folglich pro Betriebsjahr 500 Asylsuchende weniger zur Unterbringung zugewiesen.

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Dokumentation

nach oben Letzte Änderung 09.11.2016

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