System für die biometrische Datenerfassung wird erneuert

Schlagwörter: Personenidentifikation | Ausweise

Medienmitteilungen, Der Bundesrat, 07.09.2016

Bern. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Botschaft zur Erneuerung der Systemplattform Biometriedatenerfassung (Programm ESYSP) verabschiedet. Das heute genutzte System zur Erfassung von biometrischen Daten hat die Grenze der vorgesehenen Einsatzdauer in wenigen Jahren erreicht. Es soll deshalb im Jahr 2020 abgelöst werden.

Das heutige System "eDokumente" wurde 2010 in Betrieb genommen und stellt die Erfassung von biometrischen Daten sicher, wie beispielsweise Fingerabdrücke und Gesichtsbilder. Die Plattform wird zur Ausstellung des Schweizer Passes und der schweizerischen Identitätskarten (ISA), der Visa (ORBIS), des biometrischen Ausländerausweises (ZEMIS) sowie der Reisedokumente für ausländische Personen (ISR) eingesetzt. Es werden jährlich circa 1,5 Millionen Einträge erfasst.

Das System wird zudem von den Grenzkontrollbehörden für die Verifikation der biometrischen Daten von Schweizer Pässen und biometrischen Ausländerausweisen genutzt. Die wesentlichen Komponenten dieses Systems sind auf eine Lebensdauer von maximal 10 Jahren ausgelegt, was einen Ersatz notwendig macht.

Die planmässige Erneuerung wird im Rahmen eines Programms mit dem Namen ESYSP unter der Leitung des Staatssekretariates für Migration (SEM) erfolgen. Mitbeteiligt sind das Bundesamt für Polizei (fedpol), das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das Grenzwachtkorps (GWK) sowie die kantonalen Stellen. Konkret müssen die von der Erneuerung betroffenen Informatikanwendungen angepasst werden. Die Inbetriebsetzung der erneuerten Plattform in der Schweiz und im Ausland ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Wegen der grossen Anzahl der weltweiten Standorte ist im Ausland eine gestaffelte Einführung über einen Zeitraum von einem Jahr geplant. Die Gesamtkosten der Erneuerung des Systems belaufen sich auf etwa 46 Millionen Franken.

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