Erahnen, was es heisst, auf der Flucht zu sein

Medienmitteilungen, EKM, 04.04.2017

Täglich erreichen uns Bilder von Menschen, die auf der Flucht sind. Doch was bedeutet es, die eigene Wohnung, Arbeit, Familie und Heimat aufgeben zu müssen? In der Ausstellung FLUCHT bekommen die Besucherinnen und Besucher eine Ahnung davon, was es heisst, auf der Flucht zu sein. Nach dem erfolgreichen Start der Wanderausstellung FLUCHT im Landesmuseum Zürich ist die Ausstellung vom 6. April bis 17. September 2017 im Stadtmuseum Aarau zu sehen. Sie wird ab dem 18. Mai 2017 ergänzt von 10 individuellen Fluchtgeschichten aus Aarau. Die Vernissage findet am 5. April 2017 statt.

Zurzeit sind weltweit rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Seit dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der Vertriebenen nie mehr so hoch. Die Ausstellung FLUCHT beleuchtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und lässt die Besucher anhand typischer Biografien die schwierigen und vielfältigen Wege von Flüchtlingen oder Flüchtlingsfamilien begehen. Die Museumsgäste erfahren, wie man nach einer langen und gefährlichen Reise einen Ort erreicht, an dem niemand auf einen gewartet hat, an dem man nicht die gleiche Sprache spricht und sich nicht zu Hause fühlt – ein Ort aber, in den man gleichwohl alle Hoffnungen setzt.

In der Ausstellung können die Besucher verschiedene Stationen einer Flucht kennenlernen und werden durch die Filmaufnahmen des Regisseurs Mano Khalil – einst selber Flüchtling – Zeuge der anstrengenden und gefährlichen Reise. Sie erfahren, wer in der Schweiz und in anderen Ländern Schutz erhält und wer nicht. Zudem lernen die Besucher die internationale Hilfe kennen, auf die mehr als 90 Prozent aller Flüchtlinge weltweit angewiesen sind, und erfahren, wie die Schweiz Unterstützung leistet und wie ihr Asylverfahren funktioniert.

«FLUCHT» ist ein Gemeinschaftsprojekt der Eidgenössischen Migrationskommission EKM, des Staatssekretariats für Migration SEM, des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen UNHCR und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA.

Dokumentation

nach oben Letzte Änderung 04.04.2017

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