Verteilung der Asylsuchenden auf die Kantone

Die Verteilung der Asylsuchenden auf die Kantone erfolgt nach einem gesetzlich definierten Verteilschlüssel, der sich nach dem Bevölkerungsanteil des fraglichen Kantons an der Gesamtbevölkerung der Schweiz richtet.

Für besondere Leistungen erhalten die Kantone Kompensationen in Form einer reduzierten Zuweisung.

Basierend auf dem bevölkerungsproportionalen Verteilschlüssel nach Art. 21 Asylverordnung 1 und den aktuellen besonderen Leistungen wird jeweils die jährliche Zuweisungsquote berechnet.

Dabei werden folgende Arten der Kompensation berücksichtigt:

  • Kompensationen für Standortkantone von Empfangs- und Verfahrenszentren (EVZ)
  • Kompensationen aufgrund des Platzangebotes, welches dem Bund in einem Kanton zusätzlich zu den EVZ zur Verfügung gestellt wird
  • Kompensationen für den Vollzug von Wegweisungen via Flughafen

Bei der Zuweisung auf die Kantone werden – soweit die Informationen vorhanden sind – verschiedene Merkmale berücksichtigt wie Nationalität, Verfahrenskategorie und betreuungsintensive Fälle sowie Ansprüche der Gesuchstellenden auf Zuweisung in einen bestimmten Kanton (beispielsweise aufgrund der Einheit der Familie).

Ein Kantonswechsel wird vom Staatssekretariat nur bei Zustimmung beider Kantone, bei Anspruch auf Einheit der Familie oder bei schwerwiegender Gefährdung verfügt.

nach oben Letzte Änderung 19.02.2018