Weitere Themen

Im multilateralen Kontext sind für das Staatssekretariat für Migration die Themen Klimamigration sowie Menschenhandel- und Menschenschmuggel prioritär.

Klimamigration – Nansen Initiative

Jedes Jahr vertreiben Naturkatastrophen Millionen von Menschen aus ihrer Heimat. Diejenigen, welche ins Ausland fliehen müssen, sind ungenügend geschützt. Sie fallen weder unter die UNO-Flüchtlingskonvention von 1951, noch unter die UNO-Leitprinzipien über interne Vertreibung. Die Schweiz hat deshalb zusammen mit Norwegen die Nansen Initiative lanciert, um mit betroffenen Staaten und internationalen Organisationen sowie der Zivilgesellschaft eine Schutz-Agenda zu entwickeln, um die Lage dieser vertriebenen Menschen zu verbessern.

Post-2015 Agenda

Um die weltweite Armut bis 2015 zu halbieren und die globale Entwicklung zu fördern, verabschiedete die UNO zur Jahrtausendwende acht Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). Auch künftig will sich die Staatengemeinschaft für die Bewältigung der globalen Herausforderungen an konkreten Zielen orientieren: Für die Zeit nach 2015 soll eine neue Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda die Richtung vorgeben. Die Schweiz beteiligt sich aktiv an der Suche universell gültiger Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele.

Engagement der Schweiz

Die Schweiz setzt sich für Ziele ein, die alle drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung ausgewogen berücksichtigen: die wirtschaftliche und die soziale Entwicklung sowie die ökologische Nachhaltigkeit. Eine nachhaltige Entwicklung bedingt zudem auch Frieden, Sicherheit und die Respektierung der Menschenrechte. Die neuen Ziele sollen für alle Länder gelten und länderspezifische Massnahmen beinhalten. Wichtig ist auch, dass die Ziele handlungsorientiert, messbar und gut kommunizierbar sind.

Einbezug des Themas Migration

Heute wird allgemein anerkannt, dass die Migration die Verwirklichung der MDGs stark beeinflusst hat, ohne jedoch in diesen Zielen ausdrücklich erwähnt zu sein. Die Schweiz ist sich bewusst, dass die wirtschaftlichen und sozialen Gewinne, die weltweit mit der Migration verbunden sind, zunehmender Aufmerksamkeit bedürfen, damit sie ihr Potenzial ganz entfalten können. Sie schlägt deshalb drei Leitziele im Bereich der Migration vor:

  1. Gewährleistung einer sicheren und regulären Migration, namentlich durch Massnahmen zum Schutz von Migranten und die Garantie des Zugangs zu Gerichten;
  2. Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Kosten der Migration, unter anderem durch die Übertragbarkeit von Rechten, die Anerkennung von Qualifikationen sowie die Begrenzung indirekter Abgaben;
  3. Förderung des Beitrags von Migranten zur Entwicklung, indem beispielsweise die Diaspora als wichtiger Akteur involviert wird sowie sektorspezifische Politikansätze auch unter Berücksichtigung der Mobilität und der Demografie geplant werden.

Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass diese Leitlinien in den neuen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung post-2015 berücksichtigt werden.

Dokumentation

nach oben Letzte Änderung 25.07.2016