Asylstatistik Mai 2024

Bern-Wabern, 17.06.2024 - Im Mai 2024 wurden in der Schweiz 2357 Asylgesuche registriert, 74 mehr als im Vormonat (+3,2 %). Gegenüber Mai 2023 ist die Zahl der Asylgesuche um 312 (+15,3%) gestiegen. Wichtigste Herkunftsländer waren Afghanistan und die Türkei. Im Mai wurde zudem 1506 aus der Ukraine geflüchteten Personen der Schutzstatus S erteilt, in 1161 Fällen wurde er beendet.

Die wichtigsten Herkunftsländer der Personen, die im Mai 2024 ein Asylgesuch in der Schweiz eingereicht haben, sind Afghanistan mit 840 Gesuchen (93 mehr als im April), die Türkei (296 Gesuche, -27), Eritrea (174 Gesuche, -13), Algerien (174 Gesuche, 26) und Marokko (119 Gesuche, 15).

Von den 2357 im Mai gestellten Gesuchen waren 1530 Primärgesuche (April 2024: 1560 Primärgesuche). Personen, die ein Primärgesuch stellen, tun dies unabhängig von anderen Personen, die bereits um Schutz ersucht haben. Im Gegensatz dazu ist ein Sekundärgesuch die Folge eines bereits registrierten Asylgesuchs (beispielsweise Geburt, Familiennachzug oder Mehrfachgesuch).

Rund 500 der insgesamt 840 Asylgesuche afghanischer Asylsuchender standen im Mai 2024 in Zusammenhang mit der Praxisänderung Afghanistan (April 2024: rund 400 der insgesamt 747 Gesuche von Personen aus Afghanistan). Effektiv zur Asylgesuchstellung in die Schweiz eingereist sind im Mai 2024 241 afghanische Staatsangehörige, 3 mehr als im April 2024. Bei den Primärgesuchen aus den übrigen wichtigen Herkunftsländern zeigt sich folgendes Bild: Türkei (201, -35), Algerien (172, 25), Marokko (119, 16) und Eritrea (70, 1).

Erstinstanzlich erledigte Asylgesuche

Das Staatssekretariat für Migration SEM erledigte im Mai 2024 insgesamt 3167 Asylgesuche: Es wurden 1036 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 413 auf Grundlage des Dublin-Abkommens). 873 Personen erhielten Asyl und 464 wurden im Rahmen der erstinstanzlichen Erledigungen vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle sank im Vergleich zum Vormonat um 437 auf 13 131.

Ausreisen

Im Mai haben 938 Personen die Schweiz kontrolliert verlassen oder wurden in ihr Herkunftsland oder einen Drittstaat rückgeführt. Die Schweiz hat bei 802 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 215 Personen konnten im selben Zeitraum in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 374 Personen ersucht und 51 Personen wurden in die Schweiz überstellt.

Ukraine: Schutzstatus S (Sonderverfahren)

Im Mai stellten 1389 Personen aus der Ukraine ein Gesuch um Schutzstatus S. Im gleichen Zeitraum wurde 1506 Personen der Schutzstatus S gewährt. Bei 170 schutzsuchenden Personen wurde er abgelehnt, weil die Kriterien nicht erfüllt waren.

Im Laufe des Monats wurde der Status S in 1161 Fällen beendet. Insgesamt wurde der Schutzstatus S seit seiner Aktivierung in 24 412 Fällen beendet, in 3100 Fällen ist die Beendigung in Prüfung. Per Ende April hatten insgesamt 65 827 Personen den Schutzstatus S.


Adresse für Rückfragen

Information und Kommunikation SEM, medien@sem.admin.ch



Herausgeber

Staatssekretariat für Migration
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Letzte Änderung 10.06.2024

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