Arbeit

Arbeit und wirtschaftliche Selbstständigkeit werden in der Schweiz traditionell als wichtige Faktoren der Integration in die Gesellschaft sowie der sozialen Anerkennung erachtet.

Die Entwicklung und Optimierung von Massnahmen im Bereich der Arbeit ist für eine umfassenden Förderung der Arbeitsmarktintegration der ausländischen Bevölkerung zentral und wird im Rahmen des Koordinationsauftrages (Art. 56) durch das SEM in Zusammenarbeit mit den zuständigen Partnern namentlich auf Bundes- wie auf kantonaler Ebene unterstützt.

Das Massnahmenpaket Integration (Bericht Integrationsmassnahmen 2007), welches Arbeit und Bildung als prioritäre Bereiche der Integration definiert, fördert diese Bestrebungen durch Massnahmen in verschiedenen Zuständigkeitsbereichen wie Arbeitsmarkt, Bildung oder Sprachförderung.
  


Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen
   

Schlussbericht "Potenzialabklärung bei Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen"

Berner Fachhochschule / socialdesign
Mai 2016

Das Staatssekretariat für Migration hat Anfang 2015 eine Studie zum Thema Potenzialabklärung bei anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen in Auftrag gegeben. Ziel war es, die Grundlage zur Einführung oder Weiterentwicklung eines Case Managements (Fallführung) für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene zu schaffen. Ein zentrales Element der Fallführung ist die Durchführung einer Potenzialabklärung; diese dient als Ausgangspunkt für die Ausarbeitung eines individuellen Integrationsplans. Die nun vorliegende Studie beinhaltet eine Bestandesaufnahme und zeigt anhand von Fallstudien, dass in verschiedenen Kantonen Potenzialabklärungen bereits durchgeführt werden und häufig in eine Fallführung eingebettet sind. Durch die Befragung von Praktikerinnen und Praktikern konnte festgemacht werden, welche Schwerpunkte eine Potenzialabklärung für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene enthalten sollte. So ist es im Hinblick auf eine berufliche Integration wichtig, dass Abklärungen auch in der "Praxis", beispielsweise im Rahmen von Praktika, erfolgen.


 
Potenziale nutzen – Nachholbildung

Modellvorhaben; 2013–2018

Das Staatssekretariat für Migration hat im Jahr 2011 das Pilotprojekt "Potenziale nutzen" lanciert. Dieses Projekt soll qualifizierten anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen eine berufliche Integration in der Schweiz ermöglichen, die ihrem Bildungsniveau entspricht. Im Rahmen des Projekts sollen die Schweizer Anerkennungs- und Gleichwertigkeitsverfahren analysiert und daraus Empfehlungen für die Verbesserung des Systems abgeleitet werden, die für alle Migrantinnen und Migranten gültig sind. Der Schlussbericht zur ersten Phase des Pilotprojekts ist weiter unten verfügbar (Vorstudie).

Zur Umsetzung von Phase II des Projekts, die von Oktober 2013 bis Juni 2018 dauert, werden 56 ausgewählte Personen – anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene – durch Coaches von drei vom SEM beauftragten Organisationen begleitet und betreut. Der erste Zwischenbericht, der von KEK-Consultants verfasst wurde, deckt den Zeitraum bis Juni 2015 ab. Er beschreibt den Prozess der sozialen und beruflichen Integration von sechs Projektteilnehmenden in der Schweiz. Diese sechs Portraits zeigen, mit welchen Schwierigkeiten anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene angesichts eines komplexen Systems der Berufsbildung, der Nachholbildung und der Anerkennung von Abschlüssen und Bildungsleistungen konfrontiert sind.

In den folgenden vier Themenfeldern wird ein Handlungsbedarf bestimmt: Information über Berufs- und Nachholbildung für Erwachsene, Identifikation und Anerkennung von Kompetenzen und Potenzialen, Erwerb einer Landessprache sowie Zugang zum Arbeitsmarkt.

Dokumente

Links

Schlussbericht "Controlling der Integration von Flüchtlingen"

21. April 2008

Der Schlussbericht "Controlling der Integration von Flüchtlingen" ist das Ergebnis einer seit 2002 bestehenden Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen. Der Bericht behandelt die Bereiche berufliche und soziale Integration, Gesundheit und Spracherwerb von B-Flüchtlingen, die der finanziellen Zuständigkeit des Bundes unterstehen. Die zugrunde liegenden Daten wurden in den Jahren 2005 / 2006 in 21 Kantonen gesammelt. Die Studie zeigt neue Perspektiven über die Situation der Flüchtlinge in der Schweiz auf und enthält Empfehlungen, wie diese verbessert werden könnte.


Flüchtlingsanlehren

Die Pilotprojekte zur beruflichen Integration von anerkannten Flüchtlingen wurden im Herbst 2006 in Basel, Emmenbrücke und Marly und wurden unter dem Stichwort «Flüchtlingslehre» ins Leben gerufen. In der Pilotphase wurden verschiedene Modelle mit dem Ziel der Integration von anerkannten Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt getestet und ausgewertet.


Bericht Integrationsprojekte für vorläufig Aufgenommene und Flüchtlinge 2006 und 2007

November 2008

Zur Förderung der beruflichen Integration von vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen hat das Bundesamt für Migration 2006 und 2007 mit je rund 3 Millionen Franken zusätzliche Massnahmen finanziert. Mit diesen Mitteln konnten 33 respektive 31 Projekte durchgeführt werden, an denen insgesamt 867 respektive 932 Personen teilgenommen haben. Die beiliegenden zwei Berichte geben eine Übersicht über die durchgeführten Aktivitäten und deren Besucher, die erzielten Resultate sowie über die sich daraus ergebenden Empfehlungen.

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nach oben Letzte Änderung 23.05.2016