Frühförderung

Gemäss einhelliger Auffassung von Fachleuten werden in der ersten Lebenszeit wichtige Grundsteine für die individuelle Bildungsbiografie gelegt. In der öffentlichen Diskussion wird dem Frühbereich daher grosse Aufmerksamkeit geschenkt.

Grundsätzlich gilt, dass die frühe Förderung für alle Kinder wichtig ist und ihre motorischen sprachlichen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten gefördert werden sollen. Unterstützung erhalten Kinder dabei sowohl von den Eltern durch ihre liebevolle Beziehung zum Kind und durch konsequente Erziehung sowie gegebenenfalls über qualitativ gute externe Betreuung durch Fachpersonen. Für Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien besteht eine erhöhte Gefahr, in der frühkindlichen Entwicklung benachteiligt zu werden. Diese Nachteile wirken sich oft später aus in ungleichen Startchancen in der Schule, bei der Ausbildung und letztlich auf dem Arbeitsmarkt. Studien zeigen, dass gerade Kinder von Migrantinnen und Migranten von Angeboten der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung besonders stark profitieren können.

Die Aufgabe der Integrationsförderung besteht darin, Potenziale und Risiken früh zu erkennen und mit geeigneten Massnahmen Hemmnisse abzubauen. Es geht darum, dass Kinder mit Migrationshintergrund nach dem Grundsatz der Chancengerechtigkeit gleichermassen von einer qualitativ hochstehenden frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung profitieren können.

Frühe Förderung ist einer der acht Förderbereiche in den Kantonalen Integrationsprogrammen KIP.


TAK-Dialog «Aufwachsen – Gesund ins Leben starten»

Die Tripartite Agglomerationskonferenz TAK widmet sich diesem Thema mit ihrem Integrationsdialog «Aufwachsen – gesund ins Leben starten». Im Dialog werden konkreten Massnahmen erarbeitet, damit die Rahmenbedingungen für eine gute körperliche, seelische und soziale Entwicklung im frühen Kindesalter verbessert werden – und zwar für alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft.

Auf der Website des TAK-Dialogs finden Sie genauere Informationen zu den von der TAK verabschiedeten Empfehlungen sowie zu bestehenden Projekten im Rahmen des Dialogs.


Modellvorhaben zur «Integrationsförderung im Frühbereich» 2009-2014

Bereits 2009 haben das SEM und die Eidgenössische Migrationskommission EKM gemeinsam ein Modellvorhaben für die «Integrationsförderung im Frühbereich» lanciert. Dieses hatte zum Ziel, die Erreichbarkeit der Angebote für Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund zu erhöhen, die interkulturelle Qualifizierung von Betreuungspersonen zu verbessern sowie diesbezügliche Konzeptarbeiten, insbesondere auf Gemeindeebene, voranzutreiben. Aufgrund eines Ausschreibungsverfahrens wurden von 2009 bis 2011 86 innovative Projekte mit insgesamt 5 Mio Fr. finanziell unterstützt.

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nach oben Letzte Änderung 25.06.2015