Sprache

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer (AuG) kommt der Kenntnis einer Landessprache im Rahmen der Integrationspolitik von Migrantinnen und Migranten eine wichtige Funktion zu. Kenntnisse der Sprache stellen zwar kein Integrationsziel per se dar. Sie sind aber in der Regel eine unabdingbare Voraussetzung für die berufliche und soziale Integration.

Mit dem Ziel, landesweit qualitativ gute und zieladäquate Sprachförderung und Sprachkompetenznachweise zu garantieren, leistet das Staatssekretariat für Migration (SEM) einen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des gesteuerten Spracherwerbs. Der Förderbereich «Sprache und Bildung» der kantonalen Integrationsprogramme (KIP) 2014–2017 unterstreicht dies.

Das SEM wurde mit der Entwicklung eines Rahmenkonzepts für die Sprachförderung der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz beauftragt (Bundesratsauftrag, Bericht Integrationsmassnahmen vom 22. August 2007). Ziel des Rahmenkonzepts ist es, die Koordination zwischen den Ämtern, dem Bund und den Kantonen zu verbessern und Standards in den Bereichen Sprachförderung und Spracheinschätzung festzulegen. Im Rahmen dieses Mandats beschloss das SEM, geeignete Instrumente zu entwickeln, um diese den Partnern in den Kantonen zur Verfügung zu stellen.

Im Jahr 2009 hat das Institut für Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg / PH Freiburg ein «Rahmencurriculum für die sprachliche Förderung von Migrantinnen und Migranten» entwickelt. Dieses kann kostenlos unter folgender Adresse bezogen werden:

Ab 2010 wurden im Rahmen des nationalen Programms «fide | Français, Italiano, Deutsch in der Schweiz – lernen, lehren, beurteilen» verschiedene Instrumente für die sprachliche Förderung und den Nachweis von kommunikativen Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten entwickelt. Das SEM hat eine Gruppe von Expertinnen und Experten im Bereich der Sprachförderung beauftragt, gestützt auf die Vorarbeiten zum Rahmencurriculum und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren, eine Reihe von Instrumenten für die Qualitätssicherung in der Sprachvermittlung zu erarbeiten – das System fide.

Diese Instrumente wurden im Jahr 2011 in der Praxis erprobt und am 15. Mai 2012 an einer nationalen Konferenz den interessierten Kreisen vorgestellt.

Sämtliche Informationen zu fide sowie die Instrumente, die den Kursleitenden und Behörden zur Verfügung gestellt werden, können auf folgender Website heruntergeladen oder bestellt werden:

nach oben Letzte Änderung 02.04.2015