Zwangsheiraten

Schlagwörter: Zwangsheirat

Der Bund engagiert sich seit 2008 in den Bereichen der Beratung und Sensibilisierung von Personen, die von Zwangsheirat betroffen sein können sowie in der Weiterbildung von Fachpersonen, die mit dieser Problematik konfrontiert sind.

Zur Erfüllung der Motion Tschümperlin wurde das damalige Bundesamt für Migration (BFM) mit der Erarbeitung eines Berichtes beauftragt. Infolgedessen wurde von der Universität Neuenburg im Auftrag des BFM erstmals eine umfassende und flächendeckende Studie zu diesem Thema erstellt.

Am 14. September 2012 hat der Bundesrat ein Bundesprogramm gegen Zwangsheiraten lanciert (2013-2017), welches als Ergänzung zum Gesetz gegen Zwangsheirat dienen sollte.

Nach dem Ende des Programms misst der Bundesrat der Bekämpfung von Zwangsheiraten weiterhin eine grosse Bedeutung zu. Die Aufgaben des Bundes bestehen primär darin, einen Beitrag zur Koordination zu leisten, auf gesamtschweizerischer Ebene mit Informationsarbeit und Wissensvermittlung die Arbeit der regionalen Akteure zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Akteure vor Ort bei komplexen Fällen Unterstützung erhalten. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, wird der Bund in den kommenden vier Jahren die Fachstelle Zwangsheirat finanziell unterstützen. Diese NGO verfügt über eine lange Erfahrung in der Beratung von betroffenen Personen. Sie erhielt die Subvention im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung.

Die Fachstelle Zwangsheirat wird primär ein landesweit zugängliches Beratungsangebot bereitstellen, das für Betroffene und Fachpersonen im Umgang mit komplexen Fällen von Zwangsheirat bestimmt ist. Zudem wird sie Fachwissen zu Zwangsheiraten durch Publikationen, den Austausch von Erfahrungen, Weiterbildungsangebote, Sensibilisierung oder mediale Tätigkeiten den Akteurinnen und Akteuren vor Ort zur Verfügung stellen.

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nach oben Letzte Änderung 23.01.2018