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EKM Jahresbericht 2021

Der Jahresbericht der Eidgenössischen Migrationskommission EKM gibt einen Überblick über die wichtigsten Tätigkeiten und Veröffentlichungen der Kommission im Laufe des Jahres 2021. Im Fokus standen Themen wie die Chancengerechtigkeit in der Migrationsgesellschaft, die Auswirkungen von Corona auf den Migrationsbereich sowie die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Nothilfe. In der Integrationsförderung der EKM konnten weitere Partnerschaften aufgebaut und zahlreiche Programme der kulturellen und politischen Teilhabe gefördert werden. Bei der Geschäftsleitung der EKM wurde nach der Pensionierung von Simone Prodolliet mit der neuen Geschäftsführerin Bettina Looser ein Wechsel vollzogen.

Runder Tisch: Studieren nach der Flucht

Wenn Geflüchtete ihr Studium in der Schweiz weiterführen möchten, erweist sich für sie der Zugang an die Hochschulen als besonders steinig. Für die Schweiz bedeutet dies, dass vorhandenes Potenzial nicht ausgeschöpft werden kann. Gemeinsam mit dem Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) hat die EKM am 24. Mai 2022 Vertreterinnen und Vertreter von nationalen und kantonalen Behörden sowie aus den Bereichen Politik und Bildung zu einer fachlichen Diskussion geladen.

Änderung des Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG): Einschränkung der Sozialhilfe bei Ausländerinnen und Ausländern aus Drittstaaten

Der Bundesrat hat ein Massnahmenpaket verabschiedet, das zum Ziel hat, die Sozialhilfe für Ausländerinnen und Ausländer aus Drittstaaten einzuschränken bzw. auszuschliessen. Die EKM erachtet die Verknüpfung von Sozialhilfe und Ausländerrecht als problematisch und lehnt diese ausländerrechtlichen Entwicklungen der letzten Jahre ab. Sie empfiehlt stattdessen integrative und gesamtgesellschaftliche Lösungsansätze.

Empfehlungen der EKM zum «Programm S»

Das Bundesprogramm bietet Kantonen bei der Unterstützung von Personen mit Status S einen finanziellen Rahmen. Die EKM empfiehlt, dass das Programm ihre Integration von Beginn weg unterstützt. Im Fokus müssen der Erhalt der Arbeits- und Bildungsfähigkeit stehen – ungeachtet ob und wann die Personen in ihr Herkunftsland zurückkehren.

Die Schweiz braucht alle!

Personen der dritten Ausländergeneration, die älter als 25 und jünger als 40 Jahre alt sind, können sich noch bis zum 15. Februar 2023 erleichtert einbürgern lassen. Die EKM lädt sie dazu ein, diese Möglichkeit im verbleibenden Zeitraum noch zu nutzen. Denn um die Gegenwart und die Zukunft der Schweiz zu gestalten, braucht es die Mitsprache und das politische Engagement aller.

Empfehlungen zur obligatorischen Bildung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Die EKM betrachtet die Bildung und die damit zusammenhängende gesundheitliche Versorgung der geflüchteten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine als eine besonders sensible Aufgabe. Sie soll darum gemeinsam von Bund, Kantonen und Pädagogischen Hochschulen getragen werden und sich in allen Umsetzungsschritten am Erhalt des Kindeswohls orientieren.

Schutzstatus S: Stellungnahme zur Ausgestaltung

Die Zugänge zu Bildung und Arbeit sollen rasch ermöglicht und unterstützt werden, damit die Arbeits-, die Rückkehr- sowie die Integrationsfähigkeit der Geflüchteten erhalten bleiben können. Das Kindeswohl und der Schutz von Frauen und vulnerablen Personen sollen prioritär behandelt werden.

Personen der dritten Generation erleichtert einbürgern: Bilanz nach drei Umsetzungsjahren

Eine neue Studie der EKM zeigt: Die erleichterte Einbürgerung der dritten Ausländergeneration birgt zu viele Stolpersteine und bürokratische Hürden, um attraktiv zu sein. Nur sehr wenige haben seit ihrer Einführung den Schweizer Pass erhalten.

SAVE THE DATE: Jahrestagung der EKM

Die diesjährige Jahrestagung der EKM findet am Donnerstag, 3. November 2022 zum Thema «Soziale Sicherheit in der Migrationsgesellschaft Schweiz» im Casino Bern statt.

«WIR SIND HIER»: der nächste Podcast steht für Sie bereit

Die Podcastreihe «WIR SIND HIER» wird mit sechs weiteren Podcasts zu verschiedenen Aspekten der Chancen(un)gerechtigkeit in der Migrationsgesellschaft weitergeführt.

Haben wir alle die gleichen Chancen?

Die aktuelle Ausgabe von terra cognita geht den Fragen der Chancengerechtigkeit in den verschiedenen Ausbildungsetappen und bei den Übergängen in die Arbeitswelt auf den Grund und zeigt mögliche Ansätze auf, die dazu befähigen, die eigenen Talente zu entdecken und zu entwickeln.

Chancen und Risiken der Migrationspartnerschaften

Ein Bericht und Empfehlungen der EKM geben Auskunft zu den Chancen und Risiken der Migrationspartnerschaften. Das Potential des in der Öffentlichkeit kaum bekannten aussenpolitischen Instruments ist noch längst nicht ausgeschöpft.

Europäische Migrations- und Asylpolitik: Auch die Schweiz trägt eine Verantwortung

Die menschenrechtlichen Risiken im neuen europäischen Migrations- und Asylpaket sind beträchtlich. Die EKM empfiehlt in ihrem Positionspapier, dass sich die Schweiz in allen europäischen Gremien, in denen sie mitreden und mitgestalten kann, für den Schutz und die Würde von Vertriebenen einsetzt.

Virtueller Rundgang und digitales Lehrmittel

Die Ausstellung FLUCHT steht neu als digitale Installation und als Online-Lehrmittel für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Programmstart «Neues Wir – Kultur, Migration, Teilhabe»

Ab sofort können Projekte für das Förderprogramm «Neues Wir» eingereicht werden. Geförderte Projekte stellen stereotype Schablonen von «Wir» und die «Anderen» in Frage und stärken eine vielstimmige Kultur in der Migrationsgesellschaft Schweiz.

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Jahresbericht 2019

Migration im Fokus

Jahresberichte der EKM

terra cognita 36: Wer ist «Wir»?

terra cognita

Schweizer Zeitschrift zu Integration und Migration

Die Migrationspartnerschaft Schweiz-Nigeria. Chancen und Risiken

Berichte und Studien

zu diversen migrationsrelevanten Themen

Personen, die aus dem Asylsystem ausscheiden

Empfehlungen

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