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Neue, beschleunigte Asylverfahren
(Medienmitteilung vom 28. Februar 2019)
Grosse Bedeutung misst das Staatssekretariat für Migration (SEM) dem Schutz und den Rechten von Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlingen in den Herkunfts- und Transitregionen bei. Deshalb unterstützt das SEM Erstaufnahme- und Transitländer. Dazu gehören etwa die Nachbarstaaten Syriens und Staaten am Horn von Afrika sowie auch die nordafrikanischen Staaten. Ziel ist, die Lebensbedingungen der Migrantinnen und Migranten sowie der Flüchtlinge zu verbessern (Schutz, Registrierung, Versorgung usw.) und die nationalen Asyl- und Migrationssysteme effizienter zu gestalten. Damit soll der Druck verringert werden, eine irreguläre und oft gefährliche Weiterreise nach Europa anzutreten. Nordafrika ist eine wichtige Transitregion der irregulären Migration in Richtung Europa. Nebst Projekten im Bereich Schutz unterstützt das SEM in dieser Region Projekte zur freiwilligen Rückkehr von Migrantinnen und Migranten und zu ihrer Rettung auf hoher See.
Der seit fünf Jahren andauernde bewaffnete Konflikt in Syrien hat zu einer schweren humanitären Krise geführt und der syrischen Bevölkerung unendliches Leid gebracht. Die Vereinten Nationen (UN) schätzen, dass seit Ausbruch der Gewalt rund 400 000 Personen getötet wurden. Angaben aus anderen Quellen variieren zwischen rund 300 000 und 500 000 Toten. Eineinhalb bis zwei Millionen Menschen wurden verwundet (gemäss Angaben der UN, Stand Frühling 2016). Vor Ort sind 13,5 Millionen Menschen von Nothilfe abhängig; das entspricht mehr als der Hälfte der syrischen Bevölkerung. Viele Menschen sind auf der Flucht: In der Region befinden sich gemäss UNHCR rund 4,8 Millionen Flüchtlinge, beinahe 40 Prozent davon sind Kinder unter zwölf Jahren.
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) bietet in den Bundesasylzentren schweizweit Einsatzplätze für Zivildienstleistende an. Die Zivis unterstützen das SEM etwa beim Transport von Asylsuchenden zu Arztterminen, bei der Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden oder der Administration von Pilotprojekten. Die Einsatzdauer bewegt sich von einem bis hin zu mehreren Monaten.
Was bedeutet es, die eigene Wohnung, Arbeit, Familie und Heimat zu verlassen? In der Ausstellung «FLUCHT» können die Besucherinnen und Besucher den Spuren von Betroffenen nachgehen und erahnen, was es heisst, auf der Flucht zu sein.
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