Migration bewegt

    

Hilfe vor Ort

Grosse Bedeutung misst das Staatssekretariat für Migration (SEM) dem Schutz und den Rechten von Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlingen in den Herkunfts- und Transitregionen bei. Deshalb unterstützt das SEM Erstaufnahme- und Transitländer. Dazu gehören etwa die Nachbarstaaten Syriens und Staaten am Horn von Afrika sowie auch die nordafrikanischen Staaten. Ziel ist, die Lebensbedingungen der Migrantinnen und Migranten sowie der Flüchtlinge zu verbessern (Schutz, Registrierung, Versorgung usw.) und die nationalen Asyl- und Migrationssysteme effizienter zu gestalten. Damit soll der Druck verringert werden, eine irreguläre und oft gefährliche Weiterreise nach Europa anzutreten. Nordafrika ist eine wichtige Transitregion der irregulären Migration in Richtung Europa. Nebst Projekten im Bereich Schutz unterstützt das SEM in dieser Region Projekte zur freiwilligen Rückkehr von Migrantinnen und Migranten und zu ihrer Rettung auf hoher See.

    

Humanitäre Krise in Syrien

Der seit fünf Jahren andauernde bewaffnete Konflikt in Syrien hat zu einer schweren humanitären Krise geführt und der syrischen Bevölkerung unendliches Leid gebracht. Die Vereinten Nationen (UN) schätzen, dass seit Ausbruch der Gewalt rund 400 000 Personen getötet wurden. Angaben aus anderen Quellen variieren zwischen rund 300 000 und 500 000 Toten. Eineinhalb bis zwei Millionen Menschen wurden verwundet (gemäss Angaben der UN, Stand Frühling 2016). Vor Ort sind 13,5 Millionen Menschen von Nothilfe abhängig; das entspricht mehr als der Hälfte der syrischen Bevölkerung. Viele Menschen sind auf der Flucht: In der Region befinden sich gemäss UNHCR rund 4,8 Millionen Flüchtlinge, beinahe 40 Prozent davon sind Kinder unter zwölf Jahren.

Behandlung Asylgesuche

Die Schweiz verfolgt mit ihrer Asylpolitik ein klares Ziel: Menschen, die auf Schutz angewiesen sind, sollen diesen Schutz in der Schweiz erhalten; Menschen, die nicht auf Schutz angewiesen sind, sollen die Schweiz rasch wieder verlassen.

Um die eingehenden Asylgesuche effizient bewältigen zu können, setzt das Staatssekretariat für Migration (SEM) auf folgende Grundsätze: Offensichtlich unbegründete Asylgesuche werden prioritär behandelt. Bei Asylsuchenden aus bestimmten Ländern kommen deshalb beschleunigte Verfahren zum Tragen und die Personen werden im Falle eines negativen Asylentscheides konsequent aus der Schweiz weggewiesen. Auch wendet die Schweiz das Dublin-Abkommen konsequent an: Personen, für deren Gesuch nicht die Schweiz zuständig ist, werden in den zuständigen europäischen Staat zurückgeführt. Ziel des SEM ist es, die Zahl unbegründeter Asylgesuche so tief wie möglich zu halten.

    

«Flucht» – Auf den Spuren eines Flüchtlings
«Flucht» – Auf den Spuren eines Flüchtlings - Flyer der Ausstellung im Landesmuseum in Zürich vom 29. Oktober 2016 bis zum 5. März 2017

Diese Ausstellung lässt die Besucher Zeugen der gefährlichen Reise von Flüchtlingen werden und zeigt, wer Schutz erhält – oder nicht. Sie kann vom 29. Oktober 2016 bis zum 5. März 2017 im Landesmuseum in Zürich besucht werden.

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