Migration bewegt

    

Hilfe vor Ort

Grosse Bedeutung misst das Staatssekretariat für Migration (SEM) dem Schutz und den Rechten von Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlingen in den Herkunfts- und Transitregionen bei. Deshalb unterstützt das SEM Erstaufnahme- und Transitländer. Dazu gehören etwa die Nachbarstaaten Syriens und Staaten am Horn von Afrika sowie auch die nordafrikanischen Staaten. Ziel ist, die Lebensbedingungen der Migrantinnen und Migranten sowie der Flüchtlinge zu verbessern (Schutz, Registrierung, Versorgung usw.) und die nationalen Asyl- und Migrationssysteme effizienter zu gestalten. Damit soll der Druck verringert werden, eine irreguläre und oft gefährliche Weiterreise nach Europa anzutreten. Nordafrika ist eine wichtige Transitregion der irregulären Migration in Richtung Europa. Nebst Projekten im Bereich Schutz unterstützt das SEM in dieser Region Projekte zur freiwilligen Rückkehr von Migrantinnen und Migranten und zu ihrer Rettung auf hoher See.

    

Humanitäre Krise in Syrien

Der seit 2011 andauernde bewaffnete Konflikt in Syrien hat zu einer schweren humanitären Krise geführt und der syrischen Bevölkerung unendliches Leid gebracht. Die Vereinten Nationen (UN) schätzen, dass seit Ausbruch der Gewalt rund 500 000 Personen getötet wurden. Vor Ort sind 13 Millionen Menschen von Nothilfe abhängig; das entspricht mehr als der Hälfte der syrischen Bevölkerung. Viele Menschen sind auf der Flucht: In der Region befinden sich gemäss UNHCR rund 5,6 Millionen Flüchtlinge, beinahe 40 Prozent davon sind Kinder unter zwölf Jahren.

Asylverfahren

Die neuen Asylverfahren bewähren sich

Mario Gattiker, Staatssekretär SEM

Staatssekretär Mario Gattiker zieht im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung eine erste Bilanz zu den neuen Asylverfahren: Seit dem 1. März 2019 entscheidet das SEM im Durchschnitt innerhalb von 50 Tagen und es reisen mehr Asylsuchende freiwillig aus als zuvor.