Fragen zum neuen Recht (Gesuchseinreichung ab 1.1.2018)

Ordentliche Einbürgerung

Der Bund erlässt nur Mindestvorschriften im Verfahren der ordentlichen Einbürgerung. Die kantonalen Behörden können zusätzliche Einbürgerungsvoraussetzungen vorsehen.

Das neue Recht tritt am 1.1.2018 in Kraft.

Nein. Das neue Recht wird nicht auf Gesuche angewandt, die vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts bei der kommunalen resp. kantonalen Behörde am Wohnort eingereicht wurden.

Das neue Bürgerrechtsgesetz tritt auf den 1.1.2018 in Kraft. Vor dessen Inkrafttreten eingereichte Gesuche werden nach den Bestimmungen des bisherigen Rechts behandelt und entschieden. Zudem müssen im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung die Einbürgerungsvoraussetzungen nach dem 2017 gültigen Recht erfüllt sein. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die zuständige kommunale oder kantonale Einbürgerungsbehörde.

Wenn ich 10 Jahre Wohnsitz in der Schweiz habe, wovon drei in den letzten fünf Jahren vor Einreichung des Gesuchs, und über eine Niederlassungsbewilligung (Bewilligung C) verfüge. Die Zeit zwischen dem vollendeten 8. und 18. Altersjahr wird doppelt gezählt. Bei Doppelzählung hat der tatsächliche Aufenthalt jedoch mindestens 6 Jahre zu betragen (Art. 9 nBüG).

Zudem muss ich folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ich muss in der Schweiz erfolgreich integriert sein, das bedeutet insbesondere:
  • Ich kann mich im Alltag in Wort und Schrift in einer Landessprache verständigen, das heisst meine Sprachkompetenzen sind mündlich mindestens auf dem Referenzniveau B1 und schriftlich A2;
  • Ich beachte die öffentliche Sicherheit und Ordnung (kein Strafregistereintrag, keine Betreibungen/Verlustscheine, Steuern bezahlt);
  • Ich respektiere die Werte der Bundesverfassung;
  • Ich nehme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung (Arbeitsstelle oder Ausbildung, keine Sozialhilfe) teil;
  • Ich bin mit den schweizerischen Lebensverhältnissen vertraut, das heisst insbesondere:
  • Ich habe Kenntnisse über die Schweiz in Geografie, Geschichte, Politik, Gesellschaft;
  • Ich nehme am sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft in der Schweiz teil;
  • Ich pflege Kontakte zu Schweizerinnen und Schweizern.

Für Fragen zu den Einbürgerungsvoraussetzungen im Verfahren der ordentlichen Einbürgerung wende ich mich an die zuständige kommunale oder kantonale Behörde an meinem Wohnort.

Das Gesuch um ordentliche Einbürgerung ist je nach kantonaler Regelung beim Kanton oder bei der Gemeinde einzureichen. Auskunft erhalte ich bei der zuständigen kommunalen oder kantonalen Behörde an meinem Wohnort.

Bei der zuständigen kommunalen oder kantonalen Behörde an meinem Wohnort.

Nein. Denn die formellen Voraussetzungen müssen im Zeitpunkt der Gesuchstellung erfüllt sein.

Für die Erteilung der Einbürgerungsbewilligung erhebt das SEM Gebühren im Umfang CHF 100.– für eine erwachsene Person, CHF 150.– für ein Ehepaar resp. eine Familie und CHF 50.– für eine minderjährige Person, die sich selbständig einbürgern lässt. Jeder Kanton und jede Gemeinde erheben zudem im Verfahren der ordentlichen Einbürgerung kantonale und kommunale Gebühren, zu welchen das SEM keine Angaben machen kann.

Auskunft erhalte ich bei der zuständigen kommunalen oder kantonalen Behörde an meinem Wohnort.

Ich brauche eine Niederlassungsbewilligung (Bewilligung C).

Die Jahre mit Ausweis N werden nicht angerechnet; die Jahre mit Ausweis F werden zur Hälfte angerechnet (Art. 33 Abs. 1 lit. b nBüG).

Die Jahre mit Ausweis L werden nicht angerechnet.

Die Jahre mit Ausweis Ci werden angerechnet (Art. 33 Abs. 1 lit. c nBüG). 

Erleichterte Einbürgerung / Wiedereinbürgerung

Das neue Recht tritt am 01.01.2018 in Kraft.

Nein. Das neue Recht wird nicht auf Gesuche angewandt, die vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts eingereicht wurden.

Ein Gesuch muss zwingend mit dem entsprechenden Formular und idealerweise den benötigten Beilagen bis zum 31.12.2017 beim SEM eingereicht werden (die Rechtzeitigkeit der Gesuchseinreichung muss durch den Poststempel oder anderweitige taugliche Beweismittel nachgewiesen sein). Zudem müssen im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung die Einbürgerungsvoraussetzungen nach dem 2017 gültigen Recht erfüllt sein. Das Gesuch kann nicht persönlich beim SEM abgegeben werden.

Ein Gesuch muss zwingend mit dem entsprechenden Formular und idealerweise den benötigten Beilagen bis zum 31.12.2017 bei der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland eingereicht werden (die Rechtzeitigkeit der Gesuchseinreichung muss durch den Poststempel, Eingangsstempel oder anderweitige taugliche Beweismittel nachgewiesen sein). Zudem müssen im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung die Einbürgerungsvoraussetzungen nach dem 2017 gültigen Recht erfüllt sein.

Als Ehegatte einer Schweizer Bürgerin resp. als Ehegattin eines Schweizer Bürgers kann ich ein Gesuch stellen, wenn ich seit 3 Jahren in ehelicher Gemeinschaft lebe und mich seit insgesamt 5 Jahren in der Schweiz aufgehalten habe, wovor 1 Jahr unmittelbar vor Einreichung des Gesuches.

Zudem muss ich folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ich muss in der Schweiz erfolgreich integriert sein, das bedeutet insbesondere:
  • Ich kann mich im Alltag in Wort und Schrift in einer Landessprache verständigen, das heisst meine Sprachkompetenzen sind mündlich mindestens auf dem Referenzniveau B1 und schriftlich A2 (Art. 6 Abs. 2 BüV und erläuternder Bericht zu Art. 6 BüV).
  • Ich beachte die öffentliche Sicherheit und Ordnung (kein Strafregistereintrag, keine Betreibungen/Verlustscheine, Steuern bezahlt);
  • Ich respektiere die Werte der Bundesverfassung;
  • Ich nehme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung (Arbeitsstelle oder Ausbildung, keine Sozialhilfe) teil.

Bei Wohnsitz in der Schweiz beim Staatssekretariat für Migration, bei Wohnsitz im Ausland bei der zuständigen schweizerischen Auslandvertretung (Botschaft oder Konsulat).

Bei Wohnsitz in der Schweiz bei den Einbürgerungsbehörden an meinem Wohnort oder beim Staatssekretariat für Migration. Bei Wohnsitz im Ausland erhalte ich ein Formular bei der zuständigen schweizerischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat).

Ja. In der Regel sind aber damit weitere Abklärungen verbunden, welche zu einer Verlängerung des Einbürgerungsverfahrens führen können.

Ja. Der Schweizer Ehegatte resp. die Schweizer Ehegattin muss sich aber bei der Schweizer Vertretung vor Ort melden. In der Regel sind aber damit weitere Abklärungen verbunden, welche zu einer Verlängerung des Einbürgerungsverfahrens führen können.

Nein. Denn die formellen Voraussetzungen müssen im Zeitpunkt der Gesuchstellung erfüllt und mit den entsprechenden Unterlagen dokumentiert sein (Bsp. Wohnsitzzeugnisse).

Die erleichterte Einbürgerung für Ehegatten von Schweizer Bürgern mit Wohnsitz in der Schweiz kostet CHF 900.–. Der gesamte Betrag ist im Voraus zu bezahlen und wird nicht zurückerstattet, wenn das Gesuch nicht gutgeheissen werden kann.

Art. 25 BüV sowie der erläuternde Bericht geben Auskunft über die Kosten für die verschiedenen erleichterten Einbürgerungen.

Die Regelung für die eingetragene Partnerschaft sieht vor, dass nur ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung eingereicht werden kann. Eine erleichterte Einbürgerung ist nicht möglich. Die Bewerberin oder der Bewerber muss sich insgesamt während fünf Jahren in der Schweiz aufgehalten haben, wovon ein Jahr unmittelbar vor der Gesuchstellung und seit drei Jahren mit dieser Person in einer eingetragenen Partnerschaft leben. Die Bewerberin oder der Bewerber muss über eine Niederlassungsbewilligung (Bewilligung C) verfügen.

Nein. Mir bleibt lediglich die Möglichkeit, ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung zu stellen (siehe Botschaft zu Art. 21 nBüG).

Nein. Nach neuem Recht, in Kraft ab 1.1.2018, ist dies nicht mehr möglich. Nur das ausländische Kind, das aus der Ehe mit einer Schweizerin mit einem Ausländer stammt, und dessen Mutter vor oder bei der Geburt des Kindes das Schweizer Bürgerrecht besass, kann ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen (Art. 51 Abs. 1 nBüG).

  • Ich muss insbesondere mit der Schweiz eng verbunden sein (Art. 11 BüV). Das heisst:
  • Ich habe mich innert der letzten 6 Jahre mind. 3 Mal für je mindestens 5 Tage in der Schweiz aufgehalten;
  • Ich kann mich im Alltag mündlich in einer Landessprache verständigen;
  • Ich habe Grundkenntnisse über die Schweiz (Geografie, Geschichte, Politik, Gesellschaft);
  • Ich pflege Kontakte zu Schweizerinnen und Schweizern;
  • Ich kann Referenzpersonen mit Wohnsitz in der Schweiz nennen, welche meine Aufenthalte und meine Kontakte bestätigen.

nach oben Letzte Änderung 24.10.2017