Resettlement

Frauen mit Kopftüchern, Kinder und Männer stehen vor einer Rolltreppe im Flughafen Zürich.
Eine Gruppe von syrischen Flüchtlingen landet im Rahmen des Resettlement-Programms im Flughafen Zürich. (Foto: SEM © Gerry Amstutz)

Resettlement bezeichnet die dauerhafte Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge in einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat, der ihnen vollen Flüchtlingsschutz gewährt und ihnen die Möglichkeit bietet, sich im Land zu integrieren.

Seit der Ratifizierung der Genfer Flüchtlingskonvention im Jahr 1955 hat die Schweiz regelmässig Flüchtlingsgruppen aufgenommen. Von dieser Kontingentspolitik profitierten unter anderem Flüchtlingsgruppen aus Ungarn, Tibet, Indochina (Boat People), Chile, Irak, Sudan, Tunesien und Ex-Jugoslawien.

Als in den 1990er-Jahren zahlreiche Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien in die Schweiz kamen, sistierte der Bundesrat die Aufnahme von Flüchtlingsgruppen vorübergehend.

Im Jahr 2013 beschloss der Bundesrat aufgrund der humanitären Krise in Syrien, erneut Gruppen von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen aufzunehmen. In Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen UNHCR wurden bis Anfang 2020 basierend auf mehreren ad-hoc Bundesratsbeschlüssen gut 4300 Flüchtlinge in der Schweiz neuangesiedelt.

Mit den Beschlüssen vom 30. November 2018 sowie 29. Mai 2019 entschied der Bundesrat, sich weiterhin am Resettlement-Programm des UNHCR zu beteiligen. Im Sinne einer besseren Planung soll der Bundesrat in Zukunft alle zwei Jahre ein Resettlement-Programm innerhalb der Bandbreite von 1500 bis 2000 Flüchtlingen verabschieden.

Für die Jahre 2020/2021 hat der Bundesrat am 29. Mai 2019 die Aufnahme von bis zu 1600 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen beschlossen. Dabei stehen Gruppen aus den Krisenregionen des Nahen Ostens und entlang der Migrationsroute über das zentrale Mittelmeer im Fokus.

Dokumentation

Letzte Änderung 01.07.2020

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