Brexit

Das Vereinigte Königreich hat 2016 entschieden, aus der Europäischen Union austreten zu wollen. Der Austritt hat auch Konsequenzen für die Schweiz, da die Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich derzeit weitgehend durch die bilateralen Abkommen Schweiz-EU geregelt werden.

Das Vereinigte Königreich ist ein wichtiger Partner der Schweiz. Solange es nicht aus der EU ausgetreten ist, bleiben die für Schweizer Bürgerinnen und Bürger bestehenden Regeln und Abkommen vollumfänglich anwendbar. Der Bundesrat verfolgt die Situation aber aufmerksam und will die bestehenden gegenseitigen Rechte und Pflichten über den Zeitpunkt des EU-Austritts hinaus sicherstellen und allenfalls ausbauen (Strategie "Mind the Gap"). 

Links


Bestehende Rechte der Bürgerinnen und Bürger sichern

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. Dezember 2018 ein Abkommen mit dem Vereinigten Königreich (UK) über die Rechte von Bürgerinnen und Bürgern nach dem Brexit genehmigt. Von diesem Vertrag profitieren Schweizer und britische Staatsangehörige, welche gestützt auf das Freizügigkeitsabkommen Rechte in der Schweiz oder im UK erworben haben (z. B. Aufenthaltsrechte). 

An seiner Sitzung vom 22. März 2019 hat der Bundesrat dazu die Vernehmlassung eröffnet, die bis zum 29. Mai 2019 dauert. Das Abkommen wird ab dem Austritt des UK aus der EU vorläufig angewendet.


Befristetes Auffangabkommen sichert Zugang zum Arbeitsmarkt

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 17. April 2019 ein befristetes Abkommen mit dem Vereinigten Königreich (UK) über die Zulassung zum Arbeitsmarkt genehmigt. Dieses Abkommen wird angewendet, wenn es zu einem ungeordneten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU) kommt. Es sieht für eine befristete Übergangszeit erleichterte Zulassungsbedingungen für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit im jeweils anderen Land vor.


Separate Kontingente für Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. Februar 2019 im Sinne der Eventualplanung über die Regelung der Zulassung von britischen Staatsangehörigen im Falle eines ungeordneten Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union entschieden. Für UK-Staatsangehörige, welche zwecks Erwerbstätigkeit ab dem Zeitpunkt des Austritts aus der EU in die Schweiz einreisen möchten, gilt für das Jahr 2019 ein separates Kontingent von 3500 Personen.

An seiner Sitzung vom 22. März 2019 hat der Bundesrat die entsprechende Revision der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) genehmigt. Da der Austritt des UK aus der EU verschoben wurde, kommen diese Kontingente vorerst nicht zur Anwendung, da weiterhin die Bestimmungen des FZA gelten. Sollte es nach dem verschobenen Austritt zu einem ungeordneten Brexit kommen, würden diese Kontingente Anwendung finden.

Dokumentation

Weiterführende Informationen zum Abkommen über die Rechte der Bürgerinnen und Bürger finden Sie hier:

nach oben Letzte Änderung 18.04.2019