EU/EFTA-Bürgerinnen und -Bürger: Leben und Arbeiten in der Schweiz

EU/EFTA
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Sie planen, in der Schweiz zu arbeiten, zu Ihrem Ehegatten oder Ihrer Familie zu ziehen oder möchten an einer Schweizer Universität studieren?

Welche Voraussetzungen für einen Aufenthalt erfüllt sein müssen, richtet sich sowohl nach der Staatsangehörigkeit wie auch nach dem Grund des Aufenthaltes.

Seit dem 1. Juni 2016 gelten für alle Bürgerinnen und Bürger der EU-27/EFTA-Staaten d.h. für die EU-25/EFTA (EU-17/EFTA und die EU-8) sowie die Staatsangehörigen aus Bulgarien und Rumänien (EU-2) die gleichen Bedingungen. Kroatische Staatsangehörige profitieren seit dem 1. Januar 2017 ebenfalls vom FZA. Für sie gelten jedoch Übergangsbestimmungen.

Sie finden die für Sie wichtigen Dokumente in der unten aufgeführten Tabelle (nach Staatsangehörigkeit).

EU-28/EFTA

Länder der EU-28/EFTA

Belgien   Irland   Malta   Schweden  
Bulgarien   Island   Niederlande   Slowakei  
Dänemark   Italien   Norwegen    Slowenien  
Deutschland   Kroatien   Österreich   Spanien  
Estland   Lettland   Polen   Ungarn  
Finnland   Liechtenstein   Portugal   Vereinigtes Königreich  
Frankreich   Litauen   Republik Tschechien   Zypern  
Griechenland   Luxemburg   Rumänien    

Dokumentation

EU-27/EFTA

Länder der EU-27/EFTA

Belgien   Irland   Niederlande   Slowakei  
Bulgarien   Island   Norwegen   Slowenien  
Dänemark   Italien   Österreich   Spanien  
Deutschland   Lettland   Polen   Ungarn  
Estland   Liechtenstein   Portugal   Vereinigtes Königreich  
Finnland   Litauen   Republik Tschechien   Zypern  
Frankreich   Luxemburg   Rumänien    
Griechenland   Malta   Schweden    

Dokumentation

EU-17/EFTA

Für Bürgerinnen und Bürger der EU-17/EFTA gilt seit dem 1. Juni 2007 die volle Personenfreizügigkeit.

Länder der EU-17/EFTA

Belgien   Griechenland   Luxemburg   Portugal  
Dänemark   Irland   Malta   Schweden  
Deutschland   Island   Niederlande   Spanien  
Finnland   Italien   Norwegen   Vereinigtes Königreich  
Frankreich   Liechtenstein   Österreich   Zypern  

Dokumentation

EU-8

Seit dem 1. Mai 2011 gilt für die EU-8 die volle Personenfreizügigkeit.

Länder der EU-8

Estland   Litauen   Republik Tschechien   Slowenien  
Lettland   Polen   Slowakei   Ungarn  

Dokumentation

Bulgarien/Rumänien (EU-2)

Kroatien

Kroatien

Am 1. Juli 2013 ist Kroatien der Europäischen Union (EU) beigetreten. Bei jeder Erweiterung der EU muss das Freizügigkeitsabkommen (FZA) zuerst angepasst werden (zusätzliches Protokoll). Die Erweiterung des FZA auf Kroatien wurde im Protokoll III ausgehandelt. Dieses sieht nach einem 10-jährigen Übergangsregime die volle Freizügigkeit mit Kroatien vor.

Vor dem Hintergrund der Abstimmung vom 9. Februar 2014 und der Annahme von Art. 121a BV über die Zuwanderungssteuerung wurde vorerst auf eine Unterzeichnung des Protokolls III verzichtet. Kroatischen Staatsangehörigen gewährte die Schweiz deshalb vom 1. Juli 2014 bis am 31. Dezember 2016 separate Kontingente; die Zulassung zum Schweizer Arbeitsmarkt erfolgte weiterhin im Rahmen des Ausländergesetzes (AuG).

Am 17. Juni 2016 hat das Schweizer Parlament das Protokoll III genehmigt und den Bundesrat ermächtigt, dieses zu ratifizieren, wenn mit der EU eine mit der schweizerischen Rechtsordnung vereinbare Regelung zur Steuerung der Zuwanderung besteht. Mit der am 16. Dezember 2016 vom Parlament beschlossenen Umsetzung von 121a BV war die Bedingung für die Ratifizierung von Protokoll III erfüllt. Die am 16. Dezember 2016 erfolgte Ratifizierung des Protokolls III hat zur Folge, dass das Abkommen auf Kroatien ausgedehnt wurde. Als Folge dieser Ratifizierung ist die Schweiz zudem ab dem 1. Januar 2017 wieder vollständig an das Forschungsrahmenabkommen Horizon 2020 assoziiert.

Das Protokoll III trat am 1. Januar 2017 in Kraft. Während der ersten Umsetzungsphase gelten gegenüber kroatischen Staatsangehörigen besondere Übergangsbestimmungen mit arbeitsmarktrechtlichen Beschränkungen (Inländervorrang und Kontrolle der Lohn- und Arbeitsbedingungen) und Höchstzahlen. Diese Beschränkungen können nach Ablauf von zwei Jahren verlängert werden.

Weitere Informationen zu den Zulassungsbestimmungen für kroatische Staatsangehörige entnehmen Sie dem Factsheet "Kroatien".

Dokumentation

Bewilligungen

Zuständig für das Ausstellen der Bewilligungen sind die Kantone. Für Fragen zu den genauen Formalitäten der Bewilligungserteilung (wo genau beantragen, welches Formular ausfüllen, wie lange dauert es etc.) wenden Sie sich bitte an die zuständigen kantonalen Behörden. Die entsprechenden Adressen finden Sie hier:

nach oben Letzte Änderung 01.01.2017