Asylstatistik November 2012: Weniger Gesuche, mehr Erledigungen

Schlagwörter: Asylstatistik

Medienmitteilungen, SEM, 11.12.2012

Bern. Im November 2012 wurden in der Schweiz 2376 Asylgesuche eingereicht, 31 Gesuche weniger als im Vormonat (−1,3 %). Die Zahl der Erledigungen belief sich in der Zeitspanne vom 1. Januar bis 30. November 2012 auf 23 277 Gesuche. Im Vergleich zu der Vorjahresperiode bedeutet dies eine Steigerung um 33,4 % (+5824 Erledigungen). Die anhaltenden tiefen Gesuchszahlen aus den visumsbefreiten Balkanstaaten belegen die Wirksamkeit der Praxis des 48-Stunden-Verfahrens.

Wichtigste Herkunftsländer bei den Asylgesuchen im November waren erneut Eritrea mit 295 Gesuchen (−49 Gesuche, −14,2 %), gefolgt von Nigeria mit 289 Gesuchen (+54 Gesuche, +23 %), Tunesien mit 189 Gesuchen (−23 Gesuche, −10,8 %), neu auch Afghanistan mit 160 Gesuchen (+54 Gesuche, +50,9 %) und Syrien mit 136 Gesuchen (−25 Gesuche, −15,5 %).

Seit der Einführung des 48-Stunden-Verfahrens am 20. August 2012 bleiben die Gesuchseingänge aus den visumsliberalisierten europäischen Staaten tief: Serbien verzeichnete 34 Gesuche (Gesuche im August 410, −91,7 %), aus Bosnien u. Herzegowina kamen 33 Gesuche (Gesuche im August 97, −66,0 %) und aus Mazedonien 11 Gesuche (Gesuche im August 258, −95,7 %). Dieser Rückgang der Gesuche aus den verfolgungssicheren Balkanstaaten führt dazu, dass die Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes zurzeit nicht mehr überbelegt sind.

Erledigte Gesuche

Das Bundesamt für Migration hat die Erledigungen im Jahr 2012 markant erhöht. Im November 2012 sind 2123 Gesuche erledigt worden (November 2011: 1668 Gesuche, +27,3 %). Diese Steigerung ist hauptsächlich auf zusätzliches Personal und auf die gezielte Behandlung schwach begründeter Asylgesuche zurückzuführen.

Ausreisen

Ebenfalls hoch bleibt die Zahl der Ausreisen: Im November 2012 haben 1196 Personen die Schweiz behördlich kontrolliert auf dem Luftweg verlassen. Insgesamt waren es damit im Jahr 2012 bereits 12 674 Personen. Das sind 3213 Personen mehr als im gesamten Jahr 2011 (+34,0 %).

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