Asylstatistik Januar 2013

Schlagwörter: Asylstatistik

Medienmitteilungen, SEM, 14.02.2013

Bern. Im Januar 2013 wurden 2141 Asylgesuche in der Schweiz eingereicht, 35% mehr als im Dezember 2012 (1588 Gesuche), aber leicht weniger als im November 2012 (2376 Gesuche). Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer Abnahme um −24% (512) Gesuche. Im ersten Monat dieses Jahres konnten 2043 Asylgesuche erstinstanzlich erledigt werden, was gegenüber Dezember 2012 einer Zunahme von 23% entspricht.

Wichtigste Herkunftsländer bei den Asylgesuchen im Januar 2013 sind Tunesien mit 229 Gesuchen (+87 Gesuche mehr als im Vormonat, +61%), gefolgt von Nigeria mit 222 Gesuchen (+72 Gesuche, +48%), Eritrea mit 219 Gesuchen (−3 Gesuche, −1,4%), Afghanistan mit 125 Gesuchen (+27 Gesuche, +28%) und Marokko mit 110 Gesuchen (+31 Gesuche, +39%).

Ein beachtlicher Teil der eingereichten Gesuche stammt von Personen, die sich bereits seit einiger Zeit in Europa aufhalten. Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme in vielen EU Länder erfolgt zunehmend eine Binnenwanderung Richtung Norden.

Die Anzahl Asylgesuche von Staatsangehörigen der visumbefreiten Balkanstaaten ist im Januar mit insgesamt 59 Gesuchen tief geblieben. Seit der Einführung des 48-Stunden-Verfahrens am 20. August 2012 wurden 1876 Asylgesuche erledigt, und 1872 Staatsangehörige dieser Länder haben die Schweiz verlassen.

Dublin-Überstellungen

Im Januar 2013 hat die Schweiz bei 947 Asylsuchenden einen anderen Dublin-Staat um Übernahme ersucht. 530 Anfragen betrafen Italien. In 727 Fällen wurde der Anfrage entsprochen. Gleichzeitig konnten 357 Personen auf dem Luft- oder Landweg an den zuständigen Dublin-Staat überstellt werden (228 nach Italien). Das sind 46 Personen mehr als im Vormonat (+15%).

Im gleichen Zeitraum wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 216 Personen ersucht: Bei 129 Personen erklärte sich die Schweiz zu einer Übernahme bereit, 86 Personen davon wurden der Schweiz überstellt. Bei ebenfalls 86 Personen wurde die Zuständigkeit der Schweiz abgelehnt.

Ausreisen

Im Januar 2013 sind 1009 Personen behördlich kontrolliert auf dem Luftweg aus der Schweiz ausgereist (−10,5% im Vergleich zum Vormonat), das sind +3% mehr als im Januar 2012 (982 Personen).

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