Asylstatistik August 2013

Schlagwörter: Asylstatistik

Medienmitteilungen, SEM, 17.09.2013

Bern. Im August 2013 wurden in der Schweiz 1554 Asylgesuche eingereicht, 15 % weniger als im Vormonat (1819 Gesuche). Im Vergleich zum August 2012 entspricht dies einer Abnahme um 44 % (1234 Gesuche weniger). Die Gesuche aus Syrien haben um 23 % zugenommen. Im Jahr 2013 wurden in der Schweiz bisher 14 398 Asylgesuche gestellt, 5609 weniger als in den ersten acht Monaten des Jahres 2012 (-28 %).

Im August gingen in der Schweiz 267 Gesuche aus Eritrea ein, 11 weniger als im Vormonat (-4 %), 124 Gesuche aus Syrien (+23 %) und 94 Gesuche aus dem Kosovo (+11 %). Weitere wichtige Herkunftsländer waren mit je 91 Gesuchen Nigeria (-34 %) und Tunesien (+8 %), Afghanistan mit 75 Gesuchen (-12 %) und Marokko mit 68 Gesuchen (-14 %).

Europaweit verzeichnete die Schweiz 2012 prozentual den vierthöchsten Anstieg (+27 %). Im Jahr 2013 weist die Schweiz mit -28 % den grössten Rückgang von Asylgesuchen auf, obwohl gesamteuropäisch die Zahl der Asylgesuche ansteigt. Die Beschleunigung der Asylverfahren (48-Stunden-Verfahren) für die Gesuche aus gewissen Ländern hat dazu geführt, dass die Schweiz für Personen, die nicht schutzbedürftig sind, als Asyldestination an Bedeutung verloren hat. Die Zahl der Asylgesuche von Kosovaren nahm im Berichtsmonat zwar leicht zu; im Vergleich zu anderen europäischen Staaten fiel der Ansteig jedoch deutlich geringer aus.

Dublin-Überstellungen

Im August 2013 hat die Schweiz bei 625 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme ersucht, davon betrafen 276 Anfragen Italien. Gleichzeitig konnten 278 Personen an den zuständigen Dublin-Staat überstellt werden (148 nach Italien), 105 Personen weniger als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 246 Personen ersucht. 53 Personen wurden der Schweiz überstellt. Bei 103 Personen wurde die Zuständigkeit der Schweiz abgelehnt.

939 Personen sind im Monat August aus der Schweiz ausgereist, 279 Personen weniger (-23 %) als im Vormonat.

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