EU/EFTA-Bürgerinnen und -Bürger: Leben und Arbeiten in der Schweiz

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Sie planen, in der Schweiz zu arbeiten, zu Ihrem Ehegatten oder Ihrer Familie zu ziehen oder möchten an einer Schweizer Universität studieren?

Welche Voraussetzungen für einen Aufenthalt erfüllt sein müssen, richtet sich nach dem Grund des Aufenthalts.

Zurzeit gelten für alle Staatsangehörigen der EU/EFTA-Staaten die gleichen Bedingungen, ausser für kroatische Staatsangehörige.

Kroatische Staatsangehörige profitieren seit dem 1. Januar 2017 ebenfalls vom FZA. Für sie gelten jedoch Übergangsbestimmungen.

Sie finden die für Sie wichtigen Dokumente in der unten aufgeführten Tabelle (nach Staatsangehörigkeit).

EU/EFTA

Länder der EU/EFTA

Belgien   Irland   Malta   Schweden  
Bulgarien   Island   Niederlande   Slowakei  
Dänemark   Italien   Norwegen    Slowenien  
Deutschland   Kroatien   Österreich   Spanien  
Estland   Lettland   Polen   Ungarn  
Finnland   Liechtenstein   Portugal   Zypern
Frankreich   Litauen   Republik Tschechien    
Griechenland   Luxemburg   Rumänien    

Dokumentation

Kroatien

Kroatien

Am 1. Juli 2013 ist Kroatien der Europäischen Union (EU) beigetreten. Bei jeder Erweiterung der EU muss das Freizügigkeitsabkommen (FZA) zuerst angepasst werden (zusätzliches Protokoll). Die Erweiterung des FZA auf Kroatien wurde im Protokoll III ausgehandelt. Dieses sieht nach einem 10-jährigen Übergangsregime die volle Freizügigkeit mit Kroatien vor.

Am 17. Juni 2016 hat das Schweizer Parlament das Protokoll III genehmigt und den Bundesrat ermächtigt, dieses zu ratifizieren, wenn mit der EU eine mit der schweizerischen Rechtsordnung vereinbare Regelung zur Steuerung der Zuwanderung besteht. Mit der am 16. Dezember 2016 vom Parlament beschlossenen Umsetzung von 121a BV war die Bedingung für die Ratifizierung von Protokoll III erfüllt. Die am 16. Dezember 2016 erfolgte Ratifizierung des Protokolls III hat zur Folge, dass das Abkommen auf Kroatien ausgedehnt wurde.

Das Protokoll III trat am 1. Januar 2017 in Kraft. Seither gelten gegenüber kroatischen Staatsangehörigen besondere Übergangsbestimmungen mit arbeitsmarktrechtlichen Beschränkungen (Inländervorrang und Kontrolle der Lohn- und Arbeitsbedingungen) und Höchstzahlen.  

Weitere Informationen zu den Zulassungsbestimmungen für kroatische Staatsangehörige entnehmen Sie dem Factsheet "Kroatien".

Vereinigtes Königreich (Brexit)

Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU) und dem Ende der Übergangsphase ist das Freizügigkeitsabkommen (FZA) nicht mehr anwendbar auf die Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Deshalb haben die beiden Länder das Abkommen über die erworbenen Rechte der Bürgerinnen und Bürger abgeschlossen. Das Abkommen soll es Schweizer Staatsangehörigen im Vereinigten Königreich und UK-Staatsangehörigen in der Schweiz ermöglichen, weiterhin im Gastland bleiben zu können.

Das Abkommen über die erworbenen Rechte der Bürgerinnen und Bürger trat am 1. Januar 2021 in Kraft. 

Für UK-Staatsangehörige, die nach dem 31. Dezember 2020 in die Schweiz einwandern oder in der Schweiz arbeiten möchten, gelten die Bestimmungen des Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG). Sie unterliegen somit den Kontingenten. Ihr Arbeitgeber in der Schweiz muss deshalb vorgängig bei der zuständigen kantonalen Behörde eine Arbeitsbewilligung einholen.
 
Weitere Informationen finden Sie auf der folgenden Seite: Vereinigtes Königreich

Bewilligungen

Zuständig für das Ausstellen der Bewilligungen sind die Kantone. Für Fragen zu den genauen Formalitäten der Bewilligungserteilung (wo genau beantragen, welches Formular ausfüllen, wie lange dauert es etc.) wenden Sie sich bitte an die zuständigen kantonalen Behörden. Die entsprechenden Adressen finden Sie hier:

Letzte Änderung 31.12.2020

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