Asylgesuche aus dem Ausland

Asylgesuche aus dem Ausland und Visum aus humanitären Gründen

Mit der dringlichen Änderung des Asylgesetzes vom 28. September 2012 hat die Bundesversammlung beschlossen, die Möglichkeit, Asylgesuche aus dem Ausland einzureichen, abgeschafft. Ausländische Staatsbürger, die ihr Heimatland aus zwingenden Gründen verlassen möchten, können mit einem Visumantrag durch eine schweizerische Vertretung im Ausland abklären lassen, ob sie aufgrund ihrer persönlichen Umstände ein Visum für die Schweiz erhalten. Ein Visum aus humanitären Gründen kann erteilt werden, wenn im Einzelfall offensichtlich davon auszugehen ist, dass der Antragsteller unmittelbar, ernsthaft und konkret an Leib und Leben gefährdet ist. Personen, die sich bereits in einem Drittstaat befinden, ist in der Regel davon auszugehen, dass keine Gefährdung mehr besteht.

Wird bei einer Botschaft ein Visumantrag eingereicht, prüft die Auslandsvertretung, ob die Bedingungen für die Einreichung eines Visums aus humanitären Gründen vorliegen. Bestehen daran Zweifel, kann die Auslandsvertretung das Gesuch zur Prüfung dem Staatssekretariat für Migration in Bern weiterleiten. Wenn aufgrund der vorgebrachten Informationen ein weiteres Verbleiben des Antragstellers in seiner Heimat nicht zugemutet werden kann, erteilen ihm die Schweizer Behörden ein Einreisevisum.

nach oben Letzte Änderung 21.03.2016