Europäische Migrationspolitik / EU

Die Rolle der Schweiz im Rahmen der EU-Migrationspolitik

Die Schweiz liegt im Herzen Europas. Deshalb hat die Migrations- und Asylpolitik der Europäischen Union immer auch einen Einfluss auf die Schweiz. Durch die Assoziierungsabkommen Schengen/Dublin ist dieser Einfluss konkreter und grösser geworden. Umgekehrt hat die Schweiz dadurch ein Mitspracherecht in diesen Dossiers gewonnen.

Seit den 80er Jahren entwickeln die europäischen Staaten eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik, die sich in einer ersten Phase primär mit Fragen der Flüchtlingspolitik befasst hat. Inzwischen findet diese Entwicklung vor allem im Rahmen der Europäischen Union statt. Die Schweiz ist bereits heute im Rahmen der Schengen- und Dublinassoziierung in diese Politiken eingebunden und übernimmt auch die entsprechenden Weiterentwicklungen. Sie nimmt via Schengen an der gemeinsamen Grenzschutz- und Visumpolitik teil. Im Asylbereich ist via Dublin geregelt, welcher europäische Staat für die Prüfung eines Asylgesuchs zuständig ist. Doppelspurigkeiten werden so vermieden, aber es ist auch gewährleistet, dass jedes Asylgesuch sicher geprüft wird.

Der Rechtsrahmen von Schengen/Dublin hat grossen Einfluss auf die tägliche Arbeit des Staatssekretariats für Migration (SEM). Deshalb analysiert das Staatssekretariat mögliche Auswirkungen dieser Politik auf die schweizerische Praxis und beschäftigt sich mit Recherchen und Informationen zu diesem breit gefächerten Thema. Vertreter des SEM arbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen der europäischen Institutionen an der Weiterentwicklung des Rechtsrahmens von Schengen/Dublin mit.

EU-Gremien

nach oben Letzte Änderung 20.09.2016