Programme und Projekte von nationaler Bedeutung PPnB

Projektförderung

Bund, Kantone und Gemeinden fördern die Integration (Art. 53 AuG). Die staatliche Integrationsförderung ist grundsätzlich eine Aufgabe der bestehenden Strukturen (Regelstrukturen) wie Schulen, Berufsbildungsinstitutionen, Betriebe oder Institutionen des Gesundheitswesens und wird aus den ordentlichen Budgets der zuständigen Stellen der drei politischen Ebenen (Bund, Kantone und Gemeinden) finanziert.

Ergänzend dazu wirkt die spezifische Integrationsförderung. Diese bezweckt, die Regelstrukturen bei der Wahrnehmung ihres Integrationsauftrags zu unterstützen und Lücken zu schliessen. Die Umsetzung der spezifischen Integrationsförderung liegt in erster Linie in der Zuständigkeit der Kantone und erfolgt seit dem 1. Januar 2014 durch Kantonale Integrationsprogramme KIP.

Die Eidgenössische Migrationskommission EKM und das Staatssekretariat für Migration SEM unterstützen im Rahmen der spezifischen Integrationsförderung des Bundes in Ergänzung zu den kantonalen Integrationsprogrammen Projekte und Programme von nationaler Bedeutung PPnB.


Programme und Projekte von nationaler Bedeutung PPnB des SEM

Programme von nationaler Bedeutung stützen sich in der Regel auf Aufträge des Bundesrats oder Departements und werden vom SEM durch spezifische Ausschreibungen lanciert.

Ergänzend zu den Programmen von nationaler Bedeutung kann das SEM auch Einzelprojekte unterstützen, welche die Weiterentwicklung, Qualitätssicherung und Innovation bei der Umsetzung der Integrationsförderung fördern. In diesem Fall erfolgt die Initiative zur Realisierung eines Vorhabens von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder öffentlichen Institutionen. Das SEM unterstützt solche Projekte im Rahmen einer Dauerausschreibung. Unterstützungsgesuche für Integrationsprojekte können jederzeit eingereicht werden.

Die Projekteingabe erfolgt auf dem Gesuchsportal der Integrationsförderung des Bundes:

In der Richtlinie für die Projekteingabe finden Sie die Voraussetzungen für eine Gesuchseingabe sowie die Beurteilungskriterien.


Laufende Ausschreibungen

Kompetenzzentrum gegen Zwangsheiraten 2018–2021

2018–2021

Das fünfjährige Bundesprogramm zur Bekämpfung von Zwangsheiraten läuft Ende 2017 aus. Basierend auf der Evaluation und den Empfehlungen der Autoren, will das SEM ein Projekt unterstützen, das die Betreuung vor allem bei komplexen Fällen von Zwangsheirat, die Verbreitung von Informationen zu dieser Thematik sowie die Sensibilisierung von Fachpersonen und von Zwangsheirat betroffenen Personen sicherstellen soll.

Weitere Informationen können Sie der Ausschreibung entnehmen.

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Abgeschlossene Ausschreibungen

 
Zugänge schaffen – Dolmetschunterstützung für traumatisierte Personen in der Psychotherapie

Pilotprojekt; 2016–2018

Diese Einladung des Staatssekretariats für Migration SEM zur Gesuchseingabe richtet sich an Anbieter psychiatrischer und psychotherapeutischer Beratung und Behandlung, welche mit traumatisierten Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich arbeiten. Im Rahmen des Pilotprojekts können von Sommer 2016 bis Frühling 2018 qualifizierte interkulturell Dolmetschende für die Beratungs- und Behandlungssitzungen beigezogen werden. Ausserdem lernen anerkannte Anbieter von psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung interkulturelles Dolmetschen kennen und einsetzen. Weitere Informationen können Sie der Einladung zur Teilnahme am Projekt entnehmen.

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Programm Mentoring

2014–2016

Das Staatssekretariat für Migration SEM unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO in den Jahren 2014 bis 2016 neue und laufende Mentoring-Projekte. Zielgruppe sind insbesondere Migrantinnen und Migranten. Weitere Informationen können Sie der Ausschreibung sowie den Projektlisten entnehmen.

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Massnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelung FGM

2016–2019

Das Staatssekretariat für Migration SEM unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG in den Jahren 2016 bis 2019 ein Netzwerk gegen weibliche Genitalverstümmelung. Diese Einladung zur Gesuchseingabe richtet sich an Institutionen und Organisationen, die Erfahrung haben mit Massnahmen im Bereich der Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung, der Gesundheitsversorgung beschnittener Frauen und Mädchen und dem Schutz gefährdeter Frauen und Mädchen. Dabei werden Institutionen und Organisationen bevorzugt, die sich auf gesamtschweizerischer Ebene gegen weibliche Genitalverstümmelung einsetzten und ihre Massnahmen untereinander koordinieren. Weitere Informationen können Sie der Ausschreibung entnehmen.

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fide-Sprachkurse zu Schwangerschaft, Geburt und früher Kindheit

Pilotphase II; 2015–2016

Das Staatssekretariat für Migration SEM unterstützt im Rahmen des TAK-Dialogs "Aufwachsen" Sprachkurse, in welchen schwangeren Frauen, Frauen mit Kleinkindern oder zukünftigen Müttern die notwendigen Sprachkompetenzen und das geeignete soziokulturelle Wissen rund um Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit vermittelt werden. Ziel ist, über spezifische Sprachkompetenzen und ein gestärktes Selbstbewusstsein die Chancengleichheit schulungewohnter Migrantinnen im Hinblick auf ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Kinder zu erhöhen.

Das Konzept solcher Kurse wurde 2014 auf der Grundlage spezifischer Kursmaterialien nach dem Sprachfördersystem fide in einer ersten Pilotphase mit zwei Partnerinstitutionen getestet.

Die zweite Pilotphase dauert bis Ende Juni 2016. Das Ziel ist, die erarbeiteten Module bekannt zu machen und Sprachkurse zu diesen Themen nachhaltig und breitflächig zu verankern.

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Bundesprogramm Bekämpfung Zwangsheiraten

Phase II; 2013–2017

Seit 2013 läuft das fünfjährige Bundesprogramm Bekämpfung Zwangsheiraten. Die Aktivitäten der ersten Phase werden Ende Dezember 2014 abgeschlossen sein.

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Bundesprogramm Bekämpfung Zwangsheiraten

Phase I; 2013–2017

Das Bundesprogramm Bekämpfung Zwangsheiraten sieht für Projekte, die sich mit der Sensibilisierung, der Betreuung und dem Schutz der (potenziell) betroffenen Personen sowie mit der Weiterbildung von Fachpersonen befassen, eine Finanzierung durch den Bund vor.

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Potenziale nutzen – Nachholbildung

Modellvorhaben; 2013–2018

Das Staatssekretariat für Migration hat im Jahr 2011 das Pilotprojekt "Potenziale nutzen" lanciert. Dieses Projekt soll qualifizierten anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen eine berufliche Integration in der Schweiz ermöglichen, die ihrem Bildungsniveau entspricht. Im Rahmen des Projekts sollen die Schweizer Anerkennungs- und Gleichwertigkeitsverfahren analysiert und daraus Empfehlungen für die Verbesserung des Systems abgeleitet werden, die für alle Migrantinnen und Migranten gültig sind. Der Schlussbericht zur ersten Phase des Pilotprojekts ist weiter unten verfügbar (Vorstudie).

Zur Umsetzung von Phase II des Projekts, die von Oktober 2013 bis Juni 2018 dauert, werden 56 ausgewählte Personen – anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene – durch Coaches von drei vom SEM beauftragten Organisationen begleitet und betreut. Der erste Zwischenbericht, der von KEK-Consultants verfasst wurde, deckt den Zeitraum bis Juni 2015 ab. Er beschreibt den Prozess der sozialen und beruflichen Integration von sechs Projektteilnehmenden in der Schweiz. Diese sechs Portraits zeigen, mit welchen Schwierigkeiten anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene angesichts eines komplexen Systems der Berufsbildung, der Nachholbildung und der Anerkennung von Abschlüssen und Bildungsleistungen konfrontiert sind.

In den folgenden vier Themenfeldern wird ein Handlungsbedarf bestimmt: Information über Berufs- und Nachholbildung für Erwachsene, Identifikation und Anerkennung von Kompetenzen und Potenzialen, Erwerb einer Landessprache sowie Zugang zum Arbeitsmarkt.

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Integrationsförderung im Frühbereich: Qualifizierung des Personals und Studien

Modellvorhaben; 2012-2014

Die Ausschreibung 2012-2014 steht interessierten Institutionen, Trägerschaften und Verbänden aus den Bereichen Aus-/Weiterbildung und Forschung offen. Es werden nur Projekte von gesamtschweizerischer bzw. überregionaler Bedeutung unterstützt. Mit der Ausschreibung will das SEM in der Form von Pilotprojekten anstossen, dass migrationsrelevante Faktoren in Aus-, Zusatzaus- und Weiterbildungen konsequent berücksichtigt werden. Ziel ist es, einen komplementären Beitrag zu leisten, um Kurscurricula in diese Richtung zu entwickeln. Die Projekte helfen mit, die Integrationsförderung im Frühbereich als Querschnittsaufgabe zu verankern.

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Integrationsförderung im Frühbereich

Modellvorhaben; 2009-2011

Frühe Förderung wirkt sich für alle Kinder positiv aus, indem sie ihre motorischen, sprachlichen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten fördert. Für Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien besteht eine erhöhte Gefahr, in der frühkindlichen Entwicklung benachteiligt zu werden. Gerade fremdsprachige Familien sind davon besonders betroffen. Die Startchancen beim Eintritt in den Kindergarten bzw. in die Schule können beeinträchtigt werden und einer Desintegration Vorschub leisten. Gestützt auf diese Ausgangslage haben das SEM und die EKM entschieden, für die Jahre 2009-2011 eine gemeinsame Ausschreibung unter dem Titel "Integrationsförderung im Frühbereich" (IFB) zu lancieren.

Die Evaluation hält fest, dass mit dem Programm in einer grossen Breite eine Vielzahl von Projekten unterstützt und so die Implementierung, Erweiterung und Vernetzung unterschiedlichster Massnahmen sowie der Diskurs über die Integrationsförderung im Frühbereich anregt wurden.

 

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nach oben Letzte Änderung 30.06.2017