Asylregionen und Bundesasylzentren

Seit dem 1. März 2019 werden die Asylverfahren in der Schweiz in sechs Asylregionen durchgeführt. Jede Region verfügt über ein Bundesasylzentrum mit Verfahrensfunktion und bis zu vier Bundesasylzentren ohne Verfahrensfunktion.

Bundesasylzentren

Das SEM betreibt künftig insgesamt 5000 Unterbringungsplätze für Asylsuchende. Diese sind in drei verschiedenen Typen von Bundesasylzentren untergebracht:

  • Bundesasylzentren mit Verfahrensfunktion
    In diesen Bundesasylzentren werden die Asylgesuche eingereicht und geprüft, und das SEM entschiedet auch dort über diese. Alle Akteure arbeiten unter einem Dach zusammen. Dadurch können die Asylgesuche in einem beschleunigten Verfahren durchgeführt werden. Die Gesuchstellenden bleiben für die Dauer ihres Verfahrens in diesen Zentren und werden nicht mehr an die Kantone überwiesen – es sei denn, es müssen zusätzliche Abklärungen gemacht und ein erweitertes Verfahren eingeleitet werden. In den Bundesasylzentren Zentren gibt es neben den Unterkünften für die Gesuchstellenden auch Büroräumlichkeiten für Befrager/innen, Dolmetscher/innen, Dokumentenprüfer/innen und die Rechtsvertretung.
Ein grosser Park mit alten Bäumen und im Hintergrund verschiedene Gebäude, in denen die Asylsuchenden leben.
enlarge_picture Das Bundesasylzentrum mit Verfahrensfunktion in Boudry (Kanton Neuenburg) ist seit April 2018 in Betrieb. (Foto: SEM © Marco Frauchiger)
  • Bundesasylzentren ohne Verfahrensfunktion (mit Warte- und Ausreisefunktion)
    In diesen Bundesasylzentren halten sich überwiegend Personen auf, deren Asylverfahren unter das Dublin-Abkommen fällt oder deren Asylgesuch abgelehnt wurde. Diese Personen bleiben in den Zentren des Bundes und werden nicht mehr in die kantonalen Asylzentren transferiert – es sei denn, ihre Wegweisung lässt sich nicht innerhalb der Gesamtdauer von 140 Tagen vollziehen. Es handelt sich also um Personen, die die Schweiz in der Regel nach kurzer Zeit wieder verlassen müssen.
      
  • Besondere Zentren
    Wenn ein Asylsuchender die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich gefährdet oder den Betrieb der normalen Bundesasylzentren durch sein Verhalten massiv stört, kann er vorübergehend in einem besonderen Zentrum untergebracht werden. Ein solches Zentrum wird in Les Verrières (NE) betrieben, ein zweites Zentrum ist in der Deutschschweiz geplant.

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Dokumentation

Dossier

nach oben Letzte Änderung 01.03.2019